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Kino im Uni-Center

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Luxemburger Straße 136, 50939 Köln
Sülz

Eröffnung: 01.03.1974
Schließung: 21.10.1985
 


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Kinoprogramm 1974


Das Kino im Uni-Center, das in unmittelbarer Nähe zur Universität lag, war eins der ersten Programmkinos und spielte, anders die Lupe-Kinos, auch aktuelle Filme. Theaterleiter war zunächst Gert Berghoff, der auch die Cinemathek leitete, der Galerist Rudolf Zwirner war bis 1976 Geschäftsführer. Gezielt setzte das Kino mit den zwei vergleichsweise kleinen Sälen auf ein studentisches Publikum.  Mit der Eröffnung von Broadway und OFF Broadway erhielt das Kino im Uni-Center Konkurrenz. Kurzzeitig eröffneten die Betreiber das Kino Casablanca am Barbarossaplatz als Innenstadt-Ableger (1983-1984). Bis zu seiner Schließung im Jahr 1985 liefen im Kino im Uni-Center vorwiegend aktuelle europäische und amerikanische Filme.

Architektur

Das Kino wurde von Hanns Rüttgers eingerichtet.
Es lag im Erdgeschoss des 1973 errichteten Hochhauses Uni-Center von Architekt Werner Ingendaay.


Programm

Zur Eröffnung  am 1.3.1974 liefen „Die Ermordung Trotzkis“ von Joseph Losey und „Die letzte Vorstellung“ von Peter Bogdanovich. Erstaufführungen bestimmten das Programm, die Produktionen des 1975 gegründeten Filmverlags der Autoren wurden regelmäßig gespielt ebenso wie französische und italienische Autorenfilme und amerikanische Independent-Produktionen. Der Film „Harold und Maude“ wurde zum Überraschungserfolg, er lief sechs Monate durch.
Weitere Filme waren u.a. im August 1976 „Szenen einer Ehe“ von Ingmar Bergman und „Nordsee ist Mordsee“ von Hark Bohmm, im September 1978 „Die Spitzenklöpplerin“ und „Eine Reise ins Licht“ von Rainer Werner Fassbinder.
Von der "verrücktesten Kinopremiere" anlässlich des Starts des Films "Flammende Herzen" von Walter Bockmayer und Rolf Bührmann am 9. März 1978 um 22.45 im Kino im Uni-Center  berichtete die Fachzeitschrift Filmecho/Filmwoche: "Nachdem das überwiegend gutgelaunte jüngere Publikum den beiden Hauptdarstellern Barbara Valentin und Peter Kern applaudiert hatte, trottete eine bunte Kuh ins Premierenkino. Da eine solche Milchkuh mitten in Manhattan im Film eine tragende Rolle verkörpert, sollte eine solche auch der Clou der Mitternachtspremiere in Köln werden. Lisa wurde es, denn sie stahl den zweibeinigen Akteueren die Show, als Ex-Busenstar Barbara Valentin sie unter den Besuchern verloste. Eine junge Kölner Lehrerin wurde die neue Besitzerin, doch da sie für sie keinen passenden Stall aufzuweisen hatte, verkaufte sie kurzentschlossen Lisa an den Vorbesitzer. Die Kuh war damit offensichtlich zufrieden, denn mit einem muh, muh trottete sie mit dem Landmann von dannen. Das Publikum fand die Idee des Kinobesitzers Wolf Weitzendörfer recht originell. Sicher trägt der gelungene Werbegag zum Erfolg der "Flammenden Herzen" im Kölner Uni-Center bei." Filmecho/Filmwoche 18. März 1978.
Von 1979 bis zu seiner Schließung lief im Kino im Uni-Center durchgehend die „Rocky Horror Picture Show“.

Kinobetreiber

M.P.P. Kino GmbH  Theaterleiter ist zunächst Gert Berghoff
ab 1976 Wolf Weitzdörfer, Theaterleiter Albrecht Winterberg (bis 1982)


Säle

2  (Melville, Paris Pullman)

Sitzplätze

150; 100

Kino im Uni-Center



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