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Gloria-Theater

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1912 als Modernes Theater eröffnet, ab 1934 Umbenennung in Gloria-Theater

Breite Straße 21, 50667 Köln
Altstadt-Nord, Innenstadt

Eröffnung: 1934
Schließung: 1943
  Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Emil Schilling ( Besitzer vom Pariser Kinema) und Wilhelm Hünnes, eröffneten mit der Unterstützung des französischen Filmkonzerns „Léon Gaumont“ den ersten Kinoneubau der Stadt, das Moderne Theater und prägten so die Kölner Kinolandschaft der 1910er- Jahre.
Das 1200 Platz-Kino war der erste Kinoneubau der Stadt. Durch seine Größe und Ausstattung war das Haus auf einem Niveau mit den Opern und Schauspielhäusern seiner Zeit. Wilhelm Hünnes und Emil Schilling betrieben neben dem Modernen Theater auch einen Filmverleih. 1934 wurde das Kino von den Düsseldorfer Kinopionieren Genandt übernommen und unter dem Namen Gloria-Theater fortgeführt. 1938 übernahm die Ufa das Haus. Es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht mehr aufgebaut.
Im September 1938 wurde das Lichtspieltheater renoviert und im Besitz der Ufa (2. Ufa-Kino in Köln) neu eröffnet.

Architektur

1912: Architekt Robert Perthel
Nach Renovierung 1934: unter neuer Führung der Brüder Genandt und mit neuer Klangapparatur (Film-Kurier 19.9.1935)
Renovierung 1936: vollständige Erneuerung der Inneneinrichtung, mit neuer Leinwand, Bestuhlung, neue Gestaltung des Foyers (Film-Kurier 24.10.19369
Nach Renovierung 1937:
- weinrote Plüschsessel und Hochpolster-Klappsessel
- mit Rotem Stoff eingerichtete Logen
- akustische Wandbespannung
- das Dach erhielt eine neu Bedeckung aus Büffelhaut
- direkte und indirekte Lichtquellen wurden installiert
(Quelle: RWZ Nr.30, 24 Juli 1937, auch Film-Kurier 29.7.1937)

Renovierung 1939: Innerhalb von 18 Tagen wurde das Kino technisch auf den neuesten Stand gebracht. Im vergrößerten Bildwerferraum standen zwei Ernemann-VII-B-Maschinen, die ömit Beckeffekt arbeiteten. Film-Kurier vom 15.8.1939

Programm

August 1935: "Musik der Herzen" (Weststarfilm)
September 1935: "In goldenen Ketten" (Metro), "Sie und dei Drei" (Metro), "Saison in Kairo", "Revolte im Zoo", "Episode"
Dezember 1936: "Wo die Lerche singt" (NAG)
Januar 1937: "Die Julika" (Syndikat)
Februar 1937: "IA in Oberbayern" (Bayern), am Heldengedenktag: "Italien marschiert", "Dahinter in der Heide" (N.A.G.), "Schabernack" (Europa-Satire)
März 1937: "Sein letztes Modell",
April 1937: "Der Herrscher"
Mai 1937: "Der Herrscher" (Aussgezeichnet mit dt Staats-Filmpreis 1937), "Gordian, der Tyrann" (Syndikat), "Soweit die Liebe geht" 2 Wochen
Juni 1937: "Meine Frau, die Perle" (N.A.G.), "Flucht in die Liebe" (Paramount)
Juli 1937: "Brand der Opfer" verlängert bis 19. Juli, "Keine Angst vor Liebe", "Unter Ausschluß der Öffentlichkeit" 6 Wochen (Schneider Film)
August 1937: "Unter Ausschluß der Öffentlichkeit"
September 1937: "Alles für Veronika" (N.A.G.)
November/ Dezember 1937: "Die gelbe Flagge" (Schneider) läuft 4 Wochen
Januar 1938: "Gauner im Frack" (Tobis), "Schaubus S", "Die Landstreicher" (N.A.G.)
Ferbuar 1938: "Pat und Patachon im PAradies" (Tobis), "Vater sein dagegen sehr", "Der Biberpelz" (Schneider)
Zur Wiedereröffnung als Gloria-Palast im September 1938: Ufa-Film "Was tun Sibylle?"
März 1939: "Monika" (N.A.G.)

Kinobetreiber

1912: Emil Schilling und Wernes Hünnes
Vom 1.1.1934 -1938: Fritz und  Franz Genandt
April 1938: Die Ufa nahm das Gloria Theater in Pacht und wurde von Herrn Tabertshofer bewirtschaftet ( RWZ N.14 2. April 1938 und Film-Kurier 20.9.1938).


Säle

1

Sitzplätze

1200 (Reichs-Kino-Adressbuch 1918)
1132 (Reichs-Kino-Adressbuch 1931-1934)

Technik

Nach Renvorierung 1934: neue Klangapparatur (Film-Kurier 19.9.1935)
Nach Renovierung 1937: rundum erneurte Projektionsmaschinen und andere elektrische Anlagen
Nach Renovierung 1939: zwei Ernemann-VII-B-Maschinen, Spezial-Doppel-Dia-Projektor; Be- und Entlüftungsanlage wurden 1939 erneuert, ebenso die Notbeleuchtung.

Gloria-Theater



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