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Filmpalast (Cineplex Köln)

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1931 als Ufa-Palast eröffnet, 1955 unter demselben Namen wiederaufgebaut, ab 2004 Filmpalast, Schließung am 28.3.2010, Wiedereröffnung als Cineplex Filmpalast am 16.12.2016

Hohenzollernring 22-24, 50672 Köln
Neustadt-Nord

Eröffnung: 15.10.1931
  1943 zerstört, 1955 wiederaufgebaut


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Film-Palast, 2010

Manfred Wegener


Der Filmpalast zählt zu den traditionsreichen Kinos der Stadt. Das 1931 von Architekt Wilhelm Riphahn erbaute Filmtheater wurde unter dem Namen Ufa-Palast eröffnet. Mit 1.913 Plätzen und modernster Technik war es ein Kino der Superlative. Das neue Haus bot fortan den repräsentativen Rahmen für die Erstaufführungen der Ufa, die seit 1927, nach der Übernahme durch den deutschnationalen Zeitungsmogul Alfred Hugenberg, zum bedeutendsten deutschen Filmkonzern aufstieg und nach 1933 zum wichtigsten Organ der nationalsozialistischen Filmpolitik wurde.
Nach der Zerstörung 1943 wurde der Ufa-Palast 1955 wiederaufgebaut. Bis in die 1970er Jahre war er eines der größten westdeutschen Kinos, bevor der Umbau in ein Kinocenter stattfand.
Das Kino wurde im Zuge des Konkursverfahrens des Riech-Konzerns im Jahre 2002 von der Lübecker Cinestar übernommen. Bis ins Jahr 2004 konnte der Name Ufa in Lizenz fortgeführt werden. Danach firmierte das Kino unter dem Namen Filmpalast. Nach fast 80 Jahren wurde es am 28.3.2010 geschlossen.
Nach einer aufwändigen Sanierung eröffnete es erneut am 16.12.2016 mit der Star Wars-Geschichte "Rogue One" als Cineplex Filmpalast.

Architektur

Der erste Kinoneubau des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn im Jahre 1931 war ein spektakuläres Bauwerk. Inmitten der Weltwirtschaftskrise – mit mehr als 80.000 Arbeitslosen in Köln – und einem weit verbreiteten Materialmangel wurde das sechsgeschossige Büro- und Geschäftshaus in nur sechs Monaten Bauzeit hochgezogen. Hell und licht stellte sich der neue "Film-Palast" dar. Der Zuschauerraum war mit 1913 grauen Polstersesseln bestuhlt, die leicht konkav geschwungenen, rot bespannten Seitenwände wurden durch verschiedenfarbige Deckenleuchten indirekt beleuchtet. Der Saal bot durch eine leichte Schräge zur Leinwand beste Sicht und verfügte über eine hervorragende Akustik.

Programm

1931 wurde der Ufa-Palast mit dem Spielfilm „Bomben auf Monte Carlo“ eröffnet. Hauptdarsteller Heinz Rühmann wurde als Premierengast begeistert gefeiert. In der NS-Zeit wurden Erstaufführungen der Ufa-Unterhaltungsfilme ebenso glamourös inszeniert wie die Vorführungen der NS-Propagandafilme „Hitlerjunge Quex“, „Jud Süߓ und „Ohm Krüger“. Nach einer Vorstellung des Films „Der Weg ins Freie“ mit Zarah Leander im Oktober 1943 wurde der Ufa-Palast von Bomben zerstört und die Vorführungen wurden bis 1944 in die Universität verlegt.
Bei seiner Wiedereröffnung im Jahre 2016 lief der Star-Wars-Film "Rogue One".

Kinobetreiber

1931-1945: Universum-Film Aktiengesellschaft (Ufa), Berlin, 1931 war Werner Koelzer Kinoleiter, 1935-1945 Ernst Tabertshofer
1955: Ufa-Theater AG, Düsseldorf
Heinz Riech (bis Oktober 2002), danach übernahm die Lübecker Cinestar Gruppe das Kino.
Ab 2016: Helmut Brunotte, Cineplex Gruppe

Säle

13
ab 2016: 8

Sitzplätze

1931: 1913
1955: 1400
2010: 2226
2016 (nach Umbau): 1400

Technik

Bereits 1931 war das Kino mit modernster Technik ausgestattet: mit einem ausgeklügelten Belüftungssystem, einer Heizung, einer Wurlitzer Orgel und der zweitgrößten Leinwand Europas.
Auch nach der Sanierung 2016 lockt das Kino wieder mit technischen Attraktionen: Drei Säle verfügen über ein Dolby-Atmos-Tonsystem, mit dem sich die Geräusche des Films an bis zu 25 verschiedenen Positionen im Raum abspielen lassen. Einige D-Box-Sitze, die sich um drei Achsen bewegen lassen, bieten einen Rütteleffekt, synchron zum Leinwandgeschehen.

Filmpalast (Cineplex Köln)



Kinostadtplan


  • Weitere Kinonamen
Ufa-Palast



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Umbau Ufa-Palast


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Film-Palast, 2010