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Passage-Theater

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1910 als Union-Theater (U.T.) eröffnet, 1927 Passage-Theater, 1932 Kino für Jedermann 12, 1954 Passage, kurzzeitig Film Casino, dann Kinocenter Hohe Straße, zuletzt Ufa-Passage

Hohe Straße 132, 50667 Köln
Altstadt-Nord, Innenstadt

Eröffnung: 1927
  im Zweiten Weltkrieg zerstört

Auf der Hohe Straße 132 existierte bereits seit 1906 ein Kinematographen-Theater, das bis 1927 unter dem Namen Union-Theater zu den führenden Kinos der Stadt zählte. 1927 wurde das Union-Theater unter neuer Leitung in Passage-Theater umbenannt. Es wurde in den 1930er-Jahren von Else Virnich als „Tageskino“ geführt.
Das Kino wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört und  am 7.5.1954 als 73. Kölner Lichtspielhaus  mit dem CimemaScope-Farbfilm „Der Hauptmann von Peshawar“ (Centfox) wiedereröffnet. „An der festlichen Eröffnung nahmen maßgebliche Persönlichkeiten der Filmwirtschaft und Behörden, darunter der Kölner Regierungspräsident Dr. Warsch, teil. Die Pläne zu dem modernen Haus stammten von dem Kölner Architekten Hans Stumpf.  Das Passage-Theater in Köln ging durch Kauf in den Besitz von Eugen Gerards (Hauerhof b. Erkelenz) über. Mit der Geschäftsführung wurde Dr. Wolfram Engelbrecht aus Eschweiler (Rhld.) betraut“, schreibt Der neue Film 56/1955.

Architektur

1954: Hans Stumpf
„Abends bietet die völlig fensterlose, von zahlreichen, horizontal verlaufenden Neonröhren erhellte Fassade ein phantastisches Bild. Durch eine Passage, die die Hohe- und Ladenstraße miteinander verbindet, erreicht man den im ersten Stockwerk gelegenen Zuschauerraum. Schmalzgräber & Driesen, Bonn, statteten ihn mit blaugrauen Wandbespannungen und einem mehrfarbigen gemusterten Vorhang aus. Die Bühneneinrichtung lieferte Wilhelm Hammann KG., Düsseldorf. “ (Der neue Film 38/1954)

Programm

Am 27. Mai 1927 lief im Passage-Theater der „neue große Richard Osswald-Film „Halbseide“ sowie „Pat und Patachon auf hoher See“.
Am 10.11.1927: „Die Vorgestraften“
Zur Wiedereröffnung im Mai 1954 lief der CimemaScope-Farbfilm „Der Hauptmann von Peshawar“
 

Kinobetreiber

1927: Virnich, Köln (lt. Anzeige in "Der Kinematograph Nr. 1047, 1927: Kino, Köln, Hohestraße 132 bisher Union-Theater per 1.April 1927 mit vollständiger Einrichtung zu verpachten. Schriftliche Anfragen an Virnich, Köln, Hohestraße 133).
1928: neuer Name und Besitzer - Passage-Theater, Inhaber: König (Reichs-Kino-Adressbuch)
1931: Passage-Theater GmbH (Reichs-Kino-Adressbuch)
1933: Else Virnich, Köln-Riehl, Xantener Str.; es ist nicht bekannt, ob jüdische Besitzer zuvor das Kino innehatten. (Reichs-Kino-Adressbuch)
1937-1938: Maria Berger, Köln-Riehl, Xantener Str. (Reichs-Kino-Adressbuch)
1939 bis zu der letzten Ausgabe des Reichs-Kino-Adressbuch 1942: Wilhelm Rakebrandt, Lindenthal, Franzstr. 9
1954: Karl Sante (Inhaber), Eugen Fittgen (Geschäftsführer)
1955: Eugen Gerards (Hauerhof b. Erkelenz) - Inhaber; Geschäftsführer Dr. Wolfram Engelbrecht aus Eschweiler (Rhld.)  (Der neue Film 56/1955)

Säle

500 (1928)
400 (1933)
700 (1954)

Technik

„Das Theater besitzt eine 12 m lange CinemaScope-Bildwand (Miracle Mirror Screen) mit dem dazugehörigeren Lautsprecher-System zur Übertragung des stereophonen Tones. Bahre, Springe b. Hannover, lieferte die bequeme Hochpolster-Bestuhlung. In der technischen Etage fanden zwei Bauer B 12-Projektoren und eine Klangfilm-Tonanlage Aufstellung. Planung und Lieferung: Siemens-Klangfilm , Düsseldorf.“ Der neue Film 38/1954
Passage-Theater



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