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Tivoli-Lichtspiele

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Neusser Straße 216, 50733 Köln
Nippes, Nippes

Eröffnung: 1922
Schließung: 1943
 

Bereits im Februar 1910 fanden im Tivoli in Nippes kinematographische Vorführungen des Deutschen Flottenvereins statt. Am 1. September 1928 wurde das Tivoli-Theater als Ufa-Vorstadt-Kino nach einer Neugestaltung wiedereröffnet.

Der Film-Kurier meldete dazu am 5.9.1928: "Das hausfrontbreite Portal des Theaters ist von zwei mächtigen Lampen eingefaßt, ein 10 Meter hohes Langtransparent erweckt die Aufmerksamkeit der Passanten, und das bekannte blau-rote Ufa-Lichtzeichen leuchtet weit in die Straße hinein. Tageshelle flutet aus dem geschmackvoll erneuerten Foyer, und lichtüberflutet strömen die Besucher in ´ihr´ Theater. Wer den rauhen Saal von früher her gekannt hat, ist erstaunt über die Leistung, die der Spezial-Architekt für Lichtspiel-Theater, Herr Reitz, in kurzer Zeit vollbracht hat. Ein leichtes Rot macht den etwa 1000 Plätze fassenden Saal, der in den Pausen von 12 neuartigen Glastransparenten erhellt wird, recht anheimelnd. (...) Alles in allem darf man sagen, daß die richtige Oekonomie der Mittel ein schönes neues Theater in Köln geschaffen hat."
Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Kino nicht mehr aufgebaut.

Architektur

1929: Umbau durch Architekt H.Walter Reitz

Kinobetreiber

1923-1929: Inhaber ist die Rheinlichtspiele G.m.b.H; alleinige Gesellschafterin der Rheinlichtspiele GmbH ist bis 1927 die Deulig Film AG, Berlin, ab dem 27.12.1927 die Ufa, Berlin; Geschäftsführer der Tivoli Lichtspiele ist Karl Heinrich.
14.4.1928: Die Rheinlichtspiele G.m.b.H. verpachtet das Grundstück der Tivoli Lichtspiele an die Ufa. Sie führt fortan ihre Geschäfte zwar in eigenem Namen, aber nach Weisung der Ufa.
18.6.1930: Dr. Azis Cotta übernimmt sämtliche Anteile der Rhein-Lichtspiele GmbH  und ab 1.7.1930 auch die Führung des Tivoli Theaters.
14.7.1931: Die Ufa verkauft das Kino an Dr. A. Cotta, Düsseldorf

Säle

1

Sitzplätze

1922: 750 Plätze
1929: 775 Plätze

Technik

"Eine mit allen modernen Neuerungen der Technik ausgestattete Bühne, von einem breiten Goldrahmen eingefaßt, wird der lebenden Schau dienen und dem gut besuchten hause neue Freunde gewinnen", bemerkt der Film-Kurier zur Wiedereröffnung am 5.9.1928

Tivoli-Lichtspiele



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