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Titel:

Der Mensch lebt nicht vom Lohn allein

Land Jahr:BRD 1961
Länge:38 min


Regie:Ertel, Dieter
  
Produktion:WDR


Inhalt


Im Jahr 1955 wurde ein erstes "Anwerbeabkommen" geschlossen, zwischen Italien und der BRD. Es folgen weitere u.a. mit Spanien, Griechenland und der Türkei. 1960 kamen über 330.000 "Gastarbeiter", so die damalige Bezeichnung, vorwiegend Italiener nach Deutschland. In sogenannten "Einheitsverträgen" sollte ihr Arbeitsaufenthalt tariflich gleichberechtigt geregelt werden. Die ausländischen Arbeitskräfte kurbelten vor allem im Baugewerbe, aber auch in der Autoindustrie (Beispiel Ford Werke) die deutsche Konjunktur an.
Der Film befragt die Neuankömmlinge bei ihrer Ankunft und behandelt Schwierigkeiten bei der Verständigung. Thematisiert werden die größtenteils schlechten Bedingungen bei der Unterkunft in Baracken und Wohnheimen. Beispiele aus Göppingen, Duisburg und Köln illustrieren das Thema. Misstrauen und Ablehnung herrschen auf Seiten der Deutschen: "Die Ausländer auf unseren Straßen sind so fremd wie Marsmenschen".
Für die Zeit vorausschauend  kommentiert der Bericht: "Die Wohnungsnot bereitet den Nährboden eines psychologischen Proletariats" und weiter "Es kündigt sich eine große Einwanderungswelle an".
Der Mensch lebt nicht vom Lohn allein