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Titel:

Bausünden

Serientitel:Tatort
Land Jahr:Deutschland 2018
Länge:90 min


Regie:Heidelbach, Kaspar
Drehbuch:Erichsen, Uwe
 Wysocki, Wolfgang
Kamera:Koppelkamm, Daniel
Schnitt:Lichius, Dagmar
Musik:Doldinger, Klaus
Kostüme:Jeddicke, Martina
  
Darsteller:Abozen, Patrick
 Bausch, Joe
 Behrendt, Klaus J.
 Bär, Dietmar
 Heidelbach, Moritz
 Hopp, Max
 Koffler, Hanno
 Pallaske, Jana
 Retzlaff, Anke
 Schwerin, Alexandra von
 Vierboom, Moritz
 Weigend, Julian
 Weingarten, Anja
 Wäsch, Melanie
Produzent:Goslicki, Sonja
Redakteur:Bolten, Götz
Produktion:Bavaria Fernseh Produktion
Produktion:WDR für Das Erste


Inhalt


Die Handlung spielt vor dem Hintergrund der umstrittenen Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2022 auf der arabischen Halbinsel Katar und dem damit verbundenen Skandal um die miserablen Zustände beim Bau der Stadien, die zu Korruption, Ausbeutung und tödlichen Unfällen führten.
Ballauf und Schenk müssen ermitteln, warum die 36-jährige Hotelangestellte Marion Faust vom Balkon ihrer Wohnung stürzte. Erste Indizien deuten auf Selbstmord hin, doch der Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth findet Anhaltspunkte für einen Mordfall.
Marion Faust war im noblen Grand Central Palace Hotel in Deutz als Empfangschefin tätig. Die Leitung und das Kollegium können sich nicht vorstellen, dass sich die selbstbewusste Frau umgebracht haben sollte. Ihre Chefin weist darauf hin, dass es am Wochenende einen lautstarken Disput mit einem Gast gegeben hat. Möglicherweise aber war die alleinstehende Marion Faust aber auch auf einem Online-Datingportal aktiv und hat sich verliebt.
Im Kommissariat wertet Assistent Tobias Reisser die Aufzeichnungen auf der Handy-Mailbox des Opfers aus. Mehrfach hat ein Lars Baumann angerufen und sich nach dem Verbleib seiner Frau bei Faust erkundigt. Er arbeitet als Bauleiter für das Kölner Architekturbüro Könecke und Partner und war auch derjenige, mit dem Marion Faust eine Auseinandersetzung hatte.
Der ehemalige Berufssoldat Baumann gehrte einer Elite-Einheit an und war von 2002 bis 2004 in Afghanistan stationiert. Er trug eine posttraumatsche Belastungsstörung davon und wurde frühzeitig aus dem Dienst entlassen. Aktuell ist Baumann mit der Bauleitung eines gefährdeten Projektes in Katar beteiligt. Das plötzliche Verschwinden seiner Ehefrau Susanne führt ihn nach Köln zurück, wo sie Kontakte zu Marion Faust unterhielt.
Die Kommissaare halten ihn für tatverdächtig und wollen ihn vernehmen. Auf der Fahrt zum Kommissariat springt Baumann aus dem Auto und flüchtet. Mit Daniela Mertens Hilfe, der Schwester seiner verschwundenen Ehefrau, taucht er unter. Mit ihr hatte Baumann früher ein Verhältnis.
Susanne Baumann bleibt verschwunden. Sie war bei Könecke und Partner als „Kundenbetreuerin“ angestellt und wollte sich von ihrem Mann scheiden lassen.
Die weiteren Ermittlungen konzentrieren sich daher auf die Firma von Hans Könecke. Im selben Haus sitzt auch die Richfield-Hotel Group, dessen Chef Peter Waltherscheid sich ebenfalls verdächtig verhält. Sein Unternehmen ist mit dem Bau einer Hotelanlage in Katar beschäftigt. Um das Unternehmen von Könecke hingegen ist es schlecht bestellt; er braucht dringend neue Aufträge, um die Firma zu retten und seine exklusive Villa in Marienburg nicht zu verlieren. Sowohl Marion Faust als auch Susanne Baumann mit ihrer Vorliebe für bestimmte Neigungen („grenzenloser Sex“) wurden in eine Intrige eingespannt, um Waltherscheid zu erpressen, Könecke einen Großauftrag zu erteilen.
Gedreht wurde in der Zeit vom 7. März bis 6. April 2017. Schauplätze sind neben dem Rheinauhafen das „Eierplätzchen“ im Südstadt-Veedel. Für das Grand Central Palace Hotel wurde das Radisson Blu am Messekreisel gewählt. Zwanzig Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Einsatz („Willkommen in Köln“) sind die beiden Kripo-Beamten merklich ruhiger geworden und aufeinander eingespielt. Ganze 70 Fälle haben Ballauf und Schenk im Laufe ihrer gemeinsamen Karriere gelöst. Nach überstandener Arbeit gönnen sie sich auch in dieser Folge das traditionelle Kölsch an der „Wurstbraterei“ auf der rechten Rheinseite mit Blick auf den Dom, dem auch die erste Einstellung des Films gilt. Zunehmend aber wird diese Bilder durch die Kranenhäuser im Rheinau-Hafen abgelöst. Kaspar Heidelbach hat in diesem Zeitraum mit dem Schauspieler Dietmar Bär über 500 und mit Klaus J. Behrendt etwa 600 Drehtage beim Tatort Köln zugebracht. Er selbst ist in einer kleinen Nebenrolle als Augenzeuge - Herr Kleefisch mit Mops - zu sehen. Heidelbachs Sohn Moritz spielt einen der Mitarbeiter in Köneckes Firma, der aktiv in die Machenschaften  verwickelt ist.
Bausünden