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Titel:

Polly

Land Jahr:BRD 1968/69
Länge:9 min 30 sek


Regie:Wiest, Rolf
  


Inhalt


Ausgangsmaterial des Films ist eine kurze Sequenz, die eine liegende nackte junge Frau mit Dackel zeigt. Die Frau schaut in die Kamera, streichelt den Hund, der leckt ihre Füße. Die Sequenz wirkt amateurhaft, die Kamera wackelt, der Schnitt ist abrupt. "Rolf Wiest geht in "Polly" von der Tatsache aus, daß aus einem belichteten 8-mm-Streifen, den man im Kopierwerk nicht in der Mitte durchschneidet, ein 16-mm-Film wird, auf dem dann nicht nur ein Bild, sondern gleichzeitig vier Bilder zu sehen sind. Filmt man diesen 16-mm-Film wiederum mit einer 8-mm-Kamera ab und läßt wiederum den Filmstreifen ungeschnitten, multiplizieren sich die Bilder viermal." (Wilfried Reichart, (Oberhausenr Kurzfilmtage 1969) Das 8mm Material wurde also wieder und wieder abgefilmt, so dass die Bilder immer kleiner, immer mehr zu Lichtflecken werden. Es entsteht ein in sich bewegtes flackerndes Gitternetz. Aus der kleinen Szene wird ein abstraktes Lichtmuster. Gegenläufig dazu entwickelt sich die Tonebene: in der zunächst uneinheitlichen Geräuschkulisse werden zunehmend Tonfolgen erkennbar. Die Takte aus einem Thema von Vivaldis "Vier Jahreszeiten" schälen sich immer deutlicher heraus - während das erkennbare Bild immer mehr verschwindet und zum Lichtflackern wird.
Polly



  • Fotos:

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Polly Filmstill


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