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Titel:

Halleluja

Land Jahr:Deutschland 1994/1995
Länge:11 min 21 sek


Regie:Marsch, Bernhard
Kamera:Eckes, Richard
Schnitt:Dériaz, Christine
 Marsch, Bernhard
Musik:Schaller, Hans-Jörg
  
Darsteller:Herrmann, Stefanie
 Marsch, Bernhard
 Mischkowski, Markus
Produktion:RAMSCH


Inhalt


Ein junger Mann aus Köln nimmt ein Paar als Anhalter mit: sie wollen nach Frankfurt, um nach Poona zu fliegen, er will mal wieder "zuhause" in seinem Heimatort vorbeischauen. Und dann läuft doch alles anders als erwartet...

Raus aus der Stadt
Auch in  diesem Film (1994/95) taucht ein von Bernhard Marsch geschätztes Freibad auf. Wieder spielt der Regisseur selbst mit, in der Rolle eines leicht vertrottelt wirkenden jungen Mannes, der mit seinem Käfer auf dem Weg zum Elternhaus ist: „Ich fahre nachhause, quasi meine Heimat, Hennef“ – ein durchaus autobiographisches Element. Der Film wird als Teil 2 der „Trilogie des 26. August 1981“ ausgewiesen, gedreht 1994, also eine Art „Historienfilm“. Der Film beginnt am Kölner Hauptbahnhof: Marsch nimmt ein bekifftes Baghwan-Pärchen in seinem alten Käfer mit ohne zu ahnen, dass sie es schon vorher auf den Wagen abgesehen hatten.  „Hör mal, das geht aber nicht, du kannst nicht auf dem Kotflügel sitzen, der bricht gleich ab.“ Die Unterhaltung während der Fahrt dreht sich um die beste Eisdiele seiner Kindheit in Hennef, dann will er wissen, was es mit der freien Liebe im Ashram auf sich hat.

Die beste Eisdiele...

Auf der Fahrt kommen sie durch Hennef. Im Vorbeifahren tauchen beiläufig die Momente des von Marsch selbst immer wieder benannten „Heimatgefühls“ auf – die beste Eisdiele, meine Grundschule, hier... wurden wir verpügelt... Als sie am Kino vorbeifahren, erklärt er sofort begeistert: „Summer Night Fever“ von Sigi Götz – ein toller Film“. Kein Zufall, entstand doch um Siggi Rothemund und seine trashigen Sex-und Discofilme der siebziger Jahre alias Siggi Götz ein kleiner Kult. Schließlich lädt er das Tramperpärchen zu einer kurzen Stippvisite in seinem Lieblingsfreibad ein, und der vermeintliche Provinzler erweist sich letztendlich als der Ausgefuchstere ...

"Halleluja" von 1994 ist ein kleiner, ungemein komischer Italowestern, der Anfang der Achtziger Jahre auf den Straßen zwischen Köln und Hennef spielt. Ein bekifftes Baghwan-Pärchen fährt im Käfer eines Burschen mit, den Marsch selbst spielt. Die zwei Hippies haben es auf das Auto abgesehen. Sie halten den Fahrere für ein Greenhorn. Dabei handelt es sich bei ihm um einen ausgebufften Desperado, der die Baghwan-Jünger in die Falle eines verlassenene Freibads lockt." (Hans Schifferle in epd 3/2005)
Halleluja



Filmausschnitt