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Titel:

Rückspiel

Serientitel:Tatort
Land Jahr:Deutschland 2002
Länge:88 min


Regie:Heidelbach, Kaspar
Drehbuch:Panzer, Wolfgang
Kamera:Gauditz, Kay
Schnitt:Appeldorn, Vera van
Musik:Steffen, Arno
Kostüme:Bätz, Regina
  
Darsteller:Agischewa, Marijam
 Bauer, Hans Uwe
 Bausch, Joe
 Behrendt, Klaus J.
 Bär, Dietmar
 Gebelhoff, Stefan
 Grabis, Sabine
 Gräbner, Steffen
 Gärtner, Lars
 Herren, Willi
 Lade, Bernd Michael
 Martens, Max Volkert
 Mittelstaedt, Tessa
 Nickel, Walter
 Saß, Katrin
 Sodann, Peter
Produzent:Goslicki, Sonja
 Kruse, Jan
Redakteur:Döbler, Sven
 Poche, Helga
Produktion:Koproduktion Colonia Media und Saxonia Media
Produktion:WDR
Produktion:ARD
Produktion:ORF
Produktion:MDR


Inhalt


Bereits 2000 haben das Kölner und das Leipziger Tatort-Team in der Folge zum 30-jährigen Krimijubiläum "Quartett in Leipzig" (Regie: Kaspar Heidelbach) gemeinsam ermittelt. Es ging um ermordete Mediziner, deren Verbindungen zur Burschenschaft Votania und um dubiose Medikamententests.
„Rückspiel“ beginnt damit, das im Museum der Bildenden Künste in Leipzig die Restauratorin Eva String erschlagen aufgefunden wurde. Ehrlicher und Kain übernehmen den Mordfall und vermuten schon bald, dass es sich um eine Tötung aus Eifersucht handelt. Herbert Tauber, der Liebhaber der Toten, beschuldigt den Ehemann Volker String, seine Frau umgebracht zu haben. Kain soll die Männer beschatten, sich dienstlich zusammen mit einem Fahrer in Richtung Köln begeben. Ihr Auftrag ist, einen wertvollen Kunstgegenstand zum Kolumba-Museum zu transportieren. Kaum dort angekommen, gibt es an der Tankstelle Schloß Röttgen eine Schießerei, wobei der russische Fahrer Samarantow erschossen wird und die Täter mit dem Kunstwerk flüchten.
Die Polizei wird verständigt und da zufällig die Kommissare Ballauf und Schenk in der Nähe sind, erscheinen sie als Erste an der Tankstelle. Sie wollen Kain als Tatverdächtigen verhaften. Doch der Irrtum klärt sich schnell auf, da sie ihn von ihrem Einsatz in Leipzig her kennen.
Auch Bruno Ehrlicher kommt nach Köln und die vier Kommissare ermitteln nun mehr oder weniger gemeinsam an ihren Fällen. Während die Kölner den Mord an Sergeij Samarantow aufzuklären haben, der offensichtlich dazu diente, das Kunstwerk zu stehlen, wollen Ehrlicher und Kain den Mörder von Eva String finden. Ballauf hofft, dass sich die Kunsträuber melden werden, um gegen eine erpresste Summe das Kunstwerk zurückzugeben. Möglicherweise war der Diebstahl auch als Versicherungsbetrug gedacht, denn die Spedition Rover, für die Samarantow gearbeitet hatte, ist finanziell angeschlagen und die Versicherungssumme des gestohlenen Objektes außergewöhnlich hoch. Dieser Verdacht erhärtet sich und Rover wird festgenommen. Er gibt zu, dass String und Samarantow gegen ein Entgelt das Kunstwerk verschwinden lassen sollten, aber er bestreitet den Fahrer erschossen zu haben. Sicher ist jedoch, dass jemand die beiden am Parkplatz abgefangen und Samarantow dabei erschossen hat.
Ballauf kann Volker String in Köln ausfindig machen. Er ist bei dem Überfall verletzt worden und konnte sich zu seiner Freundin Annette Baumann flüchten. Diese arbeitet als Kuratorin beim Kolumba-Museum und sorgt dafür, dass String in eine Klinik gebracht wird. Nachdem klar wird, dass auch Herbert Tauber auf der Suche nach String war, können sie ihn fassen, als er String in der Klinik aufsuchen will. Er gibt an, dass er davon überzeugt ist, dass String seine Frau von Julius Brauer, Rovers Freund und Sekretär, umbringen ließ, nachdem sie hinter seine Versicherungsbetrügereien gekommen ist. Ehrlicher und Schenk finden dabei heraus, dass der Kunstraub sogar mit Ron Finck von der Versicherung abgesprochen war. Doch er leugnet auf Samarantow geschossen zu haben.
Ehrlicher stellt sich die Frage, nachdem der Mord in Leipzig nach einem Eifersuchtsdrama aussah, in Wirklichkeit aber mit einem Kunstraub zusammenhing, ob es hier in Köln dann möglicherweise umgekehrt war. Diese These erhärtet sich, nachdem Ehrlicher Dusja Samarantow, der Witwe des Fahrers, eine Falle stellt. Sie betreibt das erfolgreiche russische Hotel-Restaurant „Balalaika“, wo Ehrlicher für einige Zeit auch als verdeckter Ermittler untergekommen ist. Er findet heraus, dass Sergeij seine Frau wegen einer anderen verlassen wollte. Dies konnte Dusja nicht hinnehmen und hat die Gelegenheit des geplanten Kunstraubes genutzt, um ihren Mann umzubringen. Dabei hat sie auch String verletzt, der inzwischen seinen schweren Verletzungen erlegen war. Das gestohlene Kunstwerk findet Ehrlicher im Haus von Dusja.

Die Konstruktion des Geschehens ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Aus eingefahrenen Zweispännern muss ein Vierspänner gebildet werden, ohne dass sich die Zügel verheddern. Um gemeinsam die „Karre aus dem Dreck zu ziehen“ darf es auch kein unterschiedliches Tempo geben.
Das Ost-West-Treffen der Ermittler führt zu einigen Anspielungen und Sticheleien unter Kollegen. Schenk schafft es, für die gemeinsamen Fahrten in Köln aus dem Fuhrpark der Polizei einen Trabi („Hamsterbox“) zu ordern. Der durch die Kochkünste seiner Ehefrau Lore im „Körnergarten“ verwöhnte Ehrlicher ist vom Kölner Brauhaus-Essen enttäuscht: Ein „halber Hahn“ ist kein Broiler, das Kölsch wird aus Probiergläsern getrunken und der „kölsche Kaviar“ ist anders als gedacht. Obwohl Schenk ihm hilft, winkt er ab: „Käse mit Senf? Nee!“ Als Abschiedsgeschenk erhalten die Leipziger den Kölner Stadtplan als Globus. Das letzte Bild zeigt die vier Ermittler gemeinsam vor der "Wurstbraterei".
Rückspiel