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Titel:

Westend

Untertitel:Der Langfilm
Land Jahr:Deutschland 2001
Länge:89 min


Regie:Mischkowski, Markus
 Steinkühler, Kai Maria
Drehbuch:Mischkowski, Markus
Kamera:Schmidt, KaPe
Schnitt:Dériaz, Christine
Musik:Haifaboys
Kostüme:Elena Wegner
  
Darsteller:Claßen, Jens
 Marsch, Bernhard
 Mischkowski, Markus
 Oldenburg, Karen
 Richter, Ralf
 Steinkühler, Kai Maria
Produzent:Künnemann, Kai
Produktion:Kai Künnemann Filmproduktion
Produktion:


Inhalt


Die zwei Arbeitslosen Mike und Alfred schlagen ihre Zeit meistens in einer Trinkhalle tot. Versuche zu Arbeit zu kommen, enden erfolglos. Als ihr Kumpel Rasto ihnen vorschlägt, eine Imbissbude in einem verlassenen Industriegebiet zu eröffnen, machen sie sich auf den Weg.
Doch die Kiosk-Ruine muss erst noch flott gemacht werden. Und auch Lage und Besucherzahlen lassen zu wünschen übrig. Ideen sind gefragt. Rasto allerdings entpuppt sich als windiger Geschäftsmann, Mike nimmt seine Rolle zu ernst und Alfred verliebt sich lieber in eine Kassiererin. Die Konflikte sind unausweichlich...

"Die arbeitslosen Kumpel ... gespielt als beautiful losers im grandiosen Outfit zwischen Geschmacklosigkeit und verwegenem Schick, sind die Nachfolger der großen Komiker-Duos und Western-Buddies." (Hans Schifferle, SZ 8.1.2003)

Kein Wort zuviel
Nach einem ersten Establishingshot sieht man die Zwei in der für sie typischen bewegungslosen Haltung an einem Tisch mit Bierflaschen stehen, mit unbewegtem Gesichtsausdruck. „Und?“ fragt der eine. „Nix“ antwortet der andere.
Mit diesem knappen Dialog fangen alle Westend-Filme an, Visitenkarte und Running Gag in Einem. Mal bezieht sie das auf Stellenangebote, mal auf die erwartete Ankunft von Rasto oder auf Müll. Die beiden verstehen sich auch ohne Worte. Zwischen ihnen genügt oft ein Seitenblick, um klar zu machen, um was es geht.
Erstaunlicherweise gelingt es Alfred trotz dieser reduzierten Kommunikation, ab und zu mit Frauen Kontakt aufzunehmen, während Mike, der auf den ersten Blick „forscher“ wirkt, immer wieder den richtigen Moment verpasst. Eigentlich aber genügen sie sich selbst.

Bei den Innenaufnahmen dominieren feste Einstellungen, oft wird das Büro, das Zimmer, der Supermarkt nur von einer einzigen Kameraposition aufgenommen: Alfred und Mike sitzen zusammen auf dem Bett in einem Zimmer, das Vorstellungsgespräch im Büro des Kinobesitzers, Alfred und Kati am Tisch in ihrer Wohnung, zwei, drei Schuss-Gegenschuss-Bilder von seiner Begegnung mit ihr an der Tankstellen-Kasse.

Bildsprache mit Weitblick
Der Showdown am Ende von "Westend" greift klassische Westernmotive auf: die zwei Gegner, die sich aus der Entfernung aufeinander zu bewegen, Untersicht und Totale, das langsame Näherkommen – "High Noon" eben. Vorher aber, und das macht u.a. den Humor aus, gibt es Probleme bei der Terminabsprache.

"Wie in den meisten Filmen der Kölner Gruppe gelingt es auch "Westend", Kinotraditionen vom Slapstick bis zum Italo-Western im deutschen Alltag wiederzufinden... Der Dom und die Kölner City sind nur von Weitem in "Westend" zu sehen. Mike und Alfred leben an der Peripherie der Stadt. Das Westend, das Kameramann Klaus Peter Schmidt in einem atmosphärischen B-Picture-Schwarzweiß einfängt, ist ein urbanes Niemandsland aus Mietskasernen, Supermärkten und Lagerhallen für zwielichtige Geschäfte..."(Hans Schifferle Süddeutsche Zeitung 8.12.2003)
Westend



Filmausschnitt -1-

Kai Künnemann Filmproduktion

  • Fotos:


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Im Supermarkt

Anna C. Wagner