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Pachl, Heinrich

 

Kabarettist und Filmemacher Heinrich Pachl, 1943 in Nordrach geboren, ist am 21. April 2012 in Köln gestorben.

Der Wahlkölner hat zahlreiche Filme gedreht, in denen er Mißstände in der Kölner Lokalpolitik und verfehlte Stadtplanung ins Visier nahm. Bereits Mitte der siebziger Jahre ging er als Mitbegründer der „Kölner Wochenschau“, des ersten alternativen Videomagazins in Köln, mit der Kamera auf die Straße und griff Themen wie Hausbesetzungen und Umweltskandale auf. Es folgten Filme wie „Südstadt in Aspik“, „Homo Blech“ und „Die Kölnverschwörung“, in denen er den Kölner Klüngel in all seinen Facetten ins Scheinwerferlicht rückte.

Seine kabarettistische Laufbahn begann er mit Polit- und Straßentheater, bevor ihm 1970 mit „Der wahre Anton“ der künstlerlische Durchbruch gelang. Bis kurz vor seinem Tod war Heinrich Pachl als Kabarettist und Schauspieler auf den Bühnen vertreten und in TV-Produktionen wie „Die Anrheiner“ oder „Tatort“ zu sehen.

Pachl, selbsternannter „Preisträger für vertrauensstörende Maßnahmen“, wurde mit dem Deutschen Kleinkunstpreis (1982), dem Adolf-Grimme-Preis (1986) für seinen Fernsehfilm „Homo Blech“, dem Deutschen Kabarettpreis (2006) und mit dem „Gaul von Niedersachsen“ (2007) ausgezeichnet.

 
Pachl, Heinrich