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Kölner Wochenschau - Grobschnitt LKH-Interviews

Bundesrepublik Deutschland , 32 min

 

Titel: Kölner Wochenschau - Grobschnitt LKH-Interviews
Serie: Kölner Wochenschau

Inhalt

Jochen Fischer von der Kölner Wochenschau befragt verschiedene ehemalige Patienten der Landeskrankenhäuser Brauweiler und Düren (Träger: Landschaftsverband Rheinland) zu ihren Diagnosen/Behandlungen und zur unwürdigen Situation in den Häusern.
 

Sequenz

00:00 – 00:22
Rakete / Science Fiction / vermutlich war auf dem Band zuvor eine Aufnahme des Spielfilms „Barbarella“.

00:23 – 02:03
Ein Mann sitzt auf einem Sofa vor einem Coachtisch und berichtet von seinen Erfahrungen als Patient im Landeskrankenhaus Brauweiler.

02:03 – 02:04
Kurze Einblendung eines Astronauten („Barbarella“)

02:04 – 05:00
Der Mann berichtet u.a., dass die Rechtmäßigkeit seines Aufenthaltes in Brauweiler erst nach einer Woche durch eine richterliche Überprüfung erfolgte. Insgesamt war er als Patient acht Wochen im Landeskrankenhaus.

05:00 – 05:01
Kurze Einblendung einer blonden Frau („Barbarella“)

05:01 – 06:43
Der Mann berichtet weiter von seinem Aufenthalt im Landeskrankenhaus Brauweiler. Sein Fazit: Der Patient ist ein wehrloser Spielball verbrecherischer Elemente.

06:43 – 12:00
Zwei junge Männer sind im Bild zu sehen; sie sitzen an einem Küchentisch. Einer der Männer berichtet, wie es dazu kam, dass ihn seine Mutter in das Landeskrankenhaus einwiesen ließ. Dort wurde er medikamentös ruhig gestellt, ohne Therapie und ohne eine sinnvolle Betätigung. Er berichtet, wie das „Stufensystem von Haus 0 - 5“ innerhalb des Landeskrankenhaus funktionierte. Schlechte Tonqualität, sehr leise.

12:00 – 12:24
Der zweite Mann berichtet, dass die meisten Patienten Angst vor den Ärzten, der Spritze, hatten und sich deshalb nicht wehrten.

12:24 – 14:16
Ein weiterer ehemaliger Patient des Landeskrankenhauses Brauweiler berichtet, auf einer Küchenbank sitzend, dass er sich zunächst freiwillig ins Landeskrankenhaus begeben hatte, dort nach einer richterlichen Überprüfung dann vier Monate verbrachte. Die erste Woche habe er nach medikamentöser Behandlung nur geschlafen – wie alle Neuankömmlinge.

14:16 – 14:17
Kurze Sequenz aus dem Spielfilm „Barbarella“

14:17 – 18:54
Ein Mann mit Brille erzählt zwei Mitgliedern des SSK von seiner ersten Einweisung in das Landeskrankenhaus Bad Homburg (er wohnte damals in Frankfurt). Insgesamt durchlief er 12 Landeskrankenhäuser, u.a. auch das LKH in Düren. Aktuell sei er kein Patient mehr, sondern berate andere Patienten in Landeskrankenhäusern, um ihnen zu helfen, ihre Situation zu verbessern.
Schlechte Tonqualität, Ton ist sehr leise.

18:54 – 26:34
Ein anderer ehemaliger Patient des Landeskrankenhauses Brauweiler berichtet, vor einem offenen Fenster sitzend, dass er sich freiwillig in die Behandlung gegeben habe, da er unter massiven Kopfschmerzen litt, nicht mehr schlafen konnte und immer aggressiver wurde. Im LKH wurde er kurz untersucht und es wurde ein EEG gemacht, weiter wurde er nicht behandelt, er erhielt auch keine Medikamente. Nach drei Wochen habe er sich selbst entlassen. U.a. habe er in der Küche gearbeitet, neben einem Syphilis-Kranken im Endstadium.
Nicht nur in der Küche seien die Zustände untragbar gewesen. Auch auf den Stationen. Am Wochenende war kein Arzt vorhanden, schätzungsweise seien 50% des Pflegepersonals Hilfskräfte gewesen. Sie durften dennoch Spritzen geben. Die meisten Patienten seien nur mit Beruhigungsmittel behandelt worden.
Mit einer richterlichen Einweisung können die Patienten ein Jahr in den Landeskrankenhäusern verweilen. „So etwas Grauenhaftes, was da läuft und gelaufen ist, über Jahrzehnte, ich habe so eine Stinkwut darauf gehabt und wünsche niemandem, dass er da hinkommt (…)“.

26:35 – 26:48
Schwarzes Flimmerbild

26:48 – 32:06
Aufnahme des Spielfilms „Barbarella“.

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Weitere Angaben

Format: Open reel Videoband
Farbe: s/w
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