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Kölner Wochenschau - Absa(h)nierung

Bundesrepublik Deutschland 1978, 20 min

 

Titel: Kölner Wochenschau - Absa(h)nierung
Serie: Kölner Wochenschau

Credits

Inhalt

Ein Beitrag der "Kölner Wochenschau" aus dem Jahre 1978 zur Sanierung des Severinsviertels:
Das Severinsviertel im Kölner Süden ist eines der wenigen Stadtteile, in denen man 1978 noch zu günstigen Mieten wohnen kann. Seit dem Herbst 1977 unterrichtet die Stadt Köln die Bürger über die geplanten Sanierungsmaßnahmen - und macht große Versprechen: Altbausanierung und Modernisierung - Kein Haushalt soll das Viertel verlassen müssen - Das Severinsviertel soll als preisgünstiges Wohngebiet erhalten bleiben.
In Zusammenarbeit mit der BISA (Bürgerinitiative Südliche Altstadt), die seit Jahren in dem Viertel arbeitet, zeigen die Filmemacher, dass durch die Sanierung ein Großteil der billigen Altbauwohnungen abgerissen werden soll. Durch die Modernisierung vorhandener Wohnhäuser wird befürchtet, dass die Miete so teuer wird, dass die bisherigen Mieter nicht mehr wohnen bleiben können. Die neue Bewohnerstruktur werde sich auch auf den Klein- und Einzelhandel auswirken; den veränderten Ansprüchen könnten die kleinen Gewerbetreibenden nicht mehr genügen und würden von Supermärkten und Luxusgeschäften ersetzt. Der Kommentar am Ende des Films: "Oberstadtdirektor Rossa sagt nicht, wie hier ein preisgünstiges Wohngebiet für breite Bevölkerungsschichten errichtet werden soll. (...) Wir, die Bürger des Severinviertels, müssen um unser Viertel bangen. Es wird nur für die reiche Bevölkerung bezahlbar sein."
Der Film wurde von Jochen Fischer, Christian Maiwurm und Heinrich Pachl gemeinsam mit der BISA (Bürgerinitiative Südliche Altstadt) geplant, gedreht und geschnitten.
Im Bild: u.a. Kill Eichmeier (Die drei Rabaue) singt Krätzche auf dem Chlodwigplatz.
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Weitere Angaben

Drehort: Köln, Severinsviertel
Format: Umatic
Farbe: s/w
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