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Der Konsul und die Kölner

CH/D 2002, 30 min

 

Titel: Der Konsul und die Kölner
Untertitel: (Diplomat in dunkler Zeit)

Credits

Regie: Mathias Haentjes

Produktion:
WDR, Köln
SFDRS/CH
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Inhalt

Köln während des Nationalsozialismus: Im Schweizer Konsulat arbeitet damals Franz-Rudolf von Weiss. 1922 war er als Angestellter des Konsulats nach Köln gekommen, hat in den folgenden Jahren Freundschaft mit dem damaligen Bürgermeister Konrad Adenauer geschlossen und diese auch nach dessen Absetzung durch die Nationalsozialisten weiter geführt.
Konsul von Weiss steht in ständigem Kontakt zur Schweizer Botschaft in Berlin, liefert Berichte über die wirtschaftliche Lage in der Stadt, über Stimmungen und über zunehmenden Repressalien und Verfolgungen von Juden und Oppositionellen.
Von Weiss ist zunehmend entsetzt über die gewalttätigen Übrgriffe und spart in seinen Depeschen nach Berlin nicht an Details. Seine Einschätzung der Reichspogromnacht: sie sei "planmäßig auf höheren Befehl" durchgeführt worden. Sein Vorgesetzter in Berlin leitet die Berichte zum Teil nicht nach Bern weiter, vertritt Deutschland gegenüber eine andere Position. Berichte, die von Weiss nach 1941 als geheime Akten nach Bern schickt und die die Judenverfolgung beschreiben, bleiben folgenlos.

Bombenangriffe und Zerstörungen in Köln dokumentiert von Weiss durch Fotografien und zahlreiche Berichte. Der Film porträtiert den Konsul und die Stadt mit vielfältigem historischen Foto- und Filmmaterial, mit Zitaten aus den Konsulatsdokumenten und durch Gespräche u.a. mit Libet Werhahn, jüngste Tochter Konrad Adenauers sowie Daniel Bourgeois, Historiker im Schweizer Nationalarchiv.
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