Zwischen vier und sechs
Deutschland 1998, 6 min
Credits
Inhalt
Langsam fährt die Kamera durch eine Wohnsiedlung mit gepflegten Einfamilienhäusern: Gartenzäune, gestutzte Hecken, Vorhänge an den Fenstern. Dazu erzählt eine Frauenstimme aus dem Off über ihre Kindheit, den geordneten Tagesablauf, von Pünktlichkeit und Anpassung. Mit ihren Eltern pflegt die junge Frau auch heute noch ein Ritual: die Reinigung der Verkehrsschilder in der Siedlung.
Der vermeintlich dokumentarische Charakter wird durch den emotionslosen Sprachduktus der Erzählung und die distanzierte Inszenierung der Aktion mit leiser Ironie aufgeladen.
Gedreht hat Corinna Schnitt in Köln-Vogelsang.
„Ich habe die Siedlung ausgesucht, weil es sie überall gibt und für eine bestimmte Aufbruchsstimmung in den 70er steht und sinnbildlich vermeintlich heile Familienwelten verkörpert.“ (Corinna Schnitt)