Das Projekt
Köln ist in der mehr als hundertjährigen Geschichte des Films Schauplatz und Drehort für eine Vielzahl von Spiel- und Dokumentarfilmen gewesen. Heute ist die Stadt mehr denn je auf den Leinwänden und Bildschirmen der Republik vertreten.
Die Idee, der Filmgeschichte Kölns nachzuspüren, entstand Mitte der neunziger Jahre im Rahmen der Arbeit von FilmInitiativ Köln. Bei der Vorbereitung von Filmreihen zu Themen wie z. B. „Ruhestörung – Mai `68 bis Herbst `77“ suchten wir auch nach Filmen aus Köln.
Seitdem ist aus der ersten Idee, Kölner Filme zu historischen und aktuellen Themen zu präsentieren, ein umfangreiches Forschungsprojekt geworden. Wir haben über 6.000 Filmbeiträge aus und über Köln gefunden und in einer Datenbank erfasst: von historischen Stummfilmen über Fernsehdokumentationen bis hin zu experimentellen Arbeiten und Spielfilmen fürs Kino.
Viele dieser Filme – und vor allem historische Filmaufnahmen der Stadt – sind allerdings kaum öffentlich zu sehen. Entweder liegen sie in einem der zahlreichen Filmarchive oder erscheinen als Fernsehfilme nur selten auf dem Bildschirm.
Mit dem Aufbau eines „virtuellen Archivs“ im Internet will FilmInitiativ Köln Informationen zu Filmen und Filmschaffenden in Köln geben und den Zugang zu möglichst vielen Filmen erleichtern. Nicht alle der über 6.000 Filme sind bereits gesichtet und mit filmografischen Angaben versehen. Diese Arbeit ist zeit- und kostenintensiv und kann daher nur schrittweise erfolgen.
Seit 2001 werden ausgewählte Kölnfilme in verschiedenen Programmkinos und an anderen Abspielorten der Stadt präsentiert, unter anderem im OFF Broadway, im Odeon Lichtspieltheater, im Filmforum im Museum Ludwig, im Kölner Filmhaus, im Kölnischen Stadtmuseum und im Museum für Angewandte Kunst.
Die Geschichte des Drehortes Köln – von den ersten kinematographischen Anfängen im Jahre 1896 bis zur jüngsten Vergangenheit – ist in dem Buch „Köln im Film – Filmgeschichte(n) einer Stadt“ dargestellt, das im September 2004 im Emons Verlag erschienen ist.
Um Impulse für die Entwicklung neuer Filmgeschichten zu geben, wurde im April 2005 mit Unterstützung der Imhoff Stiftung erstmalig der mit 15.000 Euro dotierte Drehbuchpreis „KölnFilm“ verliehen. Der Drehbuch-Wettbewerb soll alle zwei Jahre ausgeschrieben werden.
Für alle diese Aktivitäten benötigt das Projekt die Unterstützung von Förderern und Sponsoren, aber auch die Hilfe von allen, die über historische Dokumente, Zeitschriften, Literatur, Fotos, Hinweise auf verschollen geglaubte Filmrollen und persönliche Erinnerungen zur Geschichte des Drehortes Köln verfügen.




