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Hansa-Theater

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Ab 1929 Kino für Jedermann 2, später Regina-Lichtspiele, ab 1949 Jedermann-Film-Bühne, ab 1953 Hansa-Theater

Weidengasse 34, 50668 Köln
Altstadt-Nord, Eigelstein

Eröffnung: 1920
  Schließung spätestens 1983

Im früheren Gasthaus Greesberger Hof eröffnete Paul Bruck 1920 erstmals ein Lichtspieltheater. Ab dem 10. Oktober 1929 war es Teil des Kinoimperiums von Paul Jockel und in Kino für Jedermann II umbenannt.  Im Oktober 1938 meldete der Film-Kurier eine vollständige Renovierung unter neuen Besitzern .
Ab 1952 warb das Kino unter dem Namen Hansa-Theater.
Im Eigelstein-Viertel ist das Kino noch einigen Bewohnern bekannt, vor allem wegen der Kung-Fu und Actionfilme, die hier liefen.
Heute steht an der Stelle des ehemaligen Kinos ein Wohn- und Geschäftshaus.

Architektur

Am 9.10.1929 hieß es im Kölner Lokal-Anzeiger: "Am Donnerstag, 10. Oktober, abends 8.15 Uhr wird im früheren ´Greesberger Hof´ ein neues Lichtspieltheater eröffnet. Der bekannte alte Tanzsaal ist durch den Architekten Marette geschickt umgebaut und durch ein großes breites Foyer und Vestibül mit dem zugehörigen Restaurant verbunden. Der Saal selbst ist in sattem Rot und gold gehalten, die Bühne nach den modernsten Richtlinien umgebaut."
1938 erfolgt eine vollständige Renovierung unter der Leitung des Kölner Architekten Walther Lange. (Film-Kurier 3.10.1938). Das Kino heißt nun Regina Lichtspiele.
1953 beschreibt der neue Film die Umgestaltung des Kinos: „Die 600 Sitzplätze fassende Jedermann-Film-Bühne in Köln wurde nach völliger Modernisierung durch Theaterbesitzer Alexander Gerhard unter der Bezeichnung Hansa-Theater wieder dem Publikum übergeben. Bespannungen mit konisch gerafftem Textilglasstoff in beiger Tönung, fächerförmige Wandleuchten und eine aparte Bühneneinfassung geben dem Theatersaal eine repräsentative Wirkung. Auch Kassenhalle und Foyer sind neu gestaltet worden."

Programm

Zur Eröffnung des Kino für Jedermann II wurde am 10. Oktober 1929 ein umfassendes Programm geboten: Nach dem Film "Verdun" gab es eine Einlage der "Broadway-Girls" mit ihren Grotesque- und Steptänzen, danach lief der Film "Der Orlow". (Kölner Lokal-Anzeiger, 9.10.1929)
Die Wiedereröffnung des Hauses nach vollständiger Renovierung im Oktober 1938 "erfolgte im Rahmen einer Festvorstellung mit dem Gigli-Film ´Mutterlied´ und ließ das lebhafte Interesse erkennen, welches diese Neugestaltung des Hauses bei der Bevölkerung des Kölner Weidengassen-Viertels fand." Film-Kurier 3.10.1938
Im Jedermann läuft am 18.5.1950 „Artisten“ mit Harry Piel, als Sonntagsmatinee Pat und Patachon
4.7.1952 „Zorros Tochter“
Im Hansa-Theater ab 26.9.1952 : „Schütze Bumm als Zollinspektor“,
„Goldfieber in Alaska“ mit Clark Gable, 13.11.1953
„Vom Winde verweht“, 28.5.1959
„Die Bankräuberbande“, 5.3.1968
„Krieg im Weltraum“, 5.9.1975
„Die Rache des Maharadscha,  3.10.1975

Kinobetreiber

1920: Paul Bruck, Phariusstr. 1
1921: Paul Bruck, Köln-Lindenthal, Pfariusstr. 1
1929: Paul Jockel
1937-1942: Franz Ullrich, als Regina-Lichtspiele
1949: Alexander Gerhardt
1971 Konrad Schönborn

Säle

1

Sitzplätze

1921: 400
1930: 500
1937: 400
1938: 500 (Film-Kurier 3.10.1938)
1942: 500
1953: 600

Technik

Bei der Eröffnung am 10. Oktober 1929 wurde "von der Firma Ernst Seifert Söhne, Köln-Mansfeld, eine Kino-Konzertorgel allerneuester Konstruktion mit etwa 60 Registern eingebaut. Dieses Instrument ist auf Grund der Erfahrungen mit ganz neuen Registern versehen und dürfte in der Orgelbautechnik ein Wunderwerk sein." (Kölner Lokal-Anzeiger vom 9.10.1929).
Im Juli 1955 wurde das Kino renoviert, die Technik auf Breitwand und Cinemascope umgestellt.


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