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Filmpalast

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ab 1931 Ufa-Palast, 1955 wiederaufgebaut, ab 2004 Filmpalast

Hohenzollernring 22-24, 50672 Köln
Neustadt-Nord

Eröffnung: 15.10.1931
Schließung: 28.03.2010
  1943 zerstört, 1955 wiederaufgebaut


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Film-Palast, 2010

Manfred Wegener


Der von Wilhelm Riphahn 1931 erbaute Ufa-Palast war mit 1913 Plätzen und modernster Technik ein Kino der Superlative. Das neue Haus bot fortan den repräsentativen Rahmen für die Erstaufführungen der Ufa, die seit 1927, nach der Übernahme durch den deutschnationalen Zeitungsmogul Alfred Hugenberg, zum bedeutendsten deutschen Filmkonzern aufstieg und nach 1933 zum wichtigsten Organ der nationalsozialistischen Filmpolitik wurde.
Nach der Zerstörung 1943 wurde der Ufa-Palast 1955 wieder aufgebaut. Bis in die 1970er Jahre war er eines der größten westdeutschen Kinos, bevor der Umbau in ein Kinocenter stattfand.
Das Kino wurde im Zuge des Konkursverfahrens des Riech-Konzerns im Jahre 2002 von der Lübecker Cinestar übernommen. Bis im Jahre 2004 konnte der Name Ufa in Lizenz fortgeführt werden. Danach firmierte das Kino unter dem Namen Filmpalast. Nach fast 80 Jahren wurde es am 28.3.2010 endgültig geschlossen.


Architektur

Der erste Kinoneubau des Ufa-Palastes des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn im Jahre 1931 war ein spektakuläres Bauwerk. Inmitten der Weltwirtschaftskrise – mit mehr als 80.000 Arbeitslosen in Köln – und einem weit verbreiteten Materialmangel wurde das sechsgeschossige Büro- und Geschäftshaus in nur sechs Monaten Bauzeit hochgezogen. Hell und licht stellte sich der neue Film-Palast dar. Der Zuschauerraum war mit 1913 grauen Polstersesseln bestuhlt, die leicht konkav geschwungenen, rot bespannten Seitenwände wurden durch verschiedenfarbige Deckenleuchten indirekt beleuchtet. Der Saal bot durch eine leichte Schräge zur Leinwand beste Sicht und verfügte über eine hervorragende Akustik.



Programm

1931 wurde der Ufa-Palast mit dem Spielfilm „Bomben auf Monte Carlo“ eröffnet. Hauptdarsteller Heinz Rühmann wurde als Premierengast begeistert gefeiert. In der NS-Zeit wurden Erstaufführungen der Ufa-Unterhaltungsfilme ebenso glamourös inszeniert wie die Vorführungen der NS-Propagandafilme „Hitlerjunge Quex“, „Jud Süߓ und „Ohm Krüger“. Nach einer Vorstellung des Films „Der Weg ins Freie“ mit Zarah Leander im Oktober 1943 wurde der Ufa-Palast von Bomben zerstört und die Vorführungen wurden bis 1944 in die Universität verlegt.


Kinobetreiber

1931-1945: Universum-Film Aktiengesellschaft (Ufa), Berlin, 1931 war Werner Koelzer Kinoleiter, 1935-1945 Ernst Tabertshofer
1955: Ufa-Theater AG, Düsseldorf
Heinz Riech (bis Oktober 2002), danach übernahm die Lübecker Cinestar Gruppe das Kino.


Säle

13


Sitzplätze

1931: 1913
1955: 1400
zuletzt: 2226


Technik

1931 war das Kino mit modernster Technik ausgestattet: mit einem ausgeklügelten Belüftungssystem und moderner Heizung, einer Wurlitzer Orgel und der zweitgrößten Leinwand Europas.



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Filmpalast



Kinostadtplan


  • Weitere Kinonamen
Ufa-Palast



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Umbau Ufa-Palast


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Film-Palast, 2010