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Filmburg

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ab 1928 Monopol-Theater, ab 1930 Kino für Jedermann 3, ab 1939 Filmburg

Neusser Straße 264, 50733 Köln
Nippes

Eröffnung: 1939
Schließung: 1966
  am 14.2.1943 wurde die Filmburg durch schwere Brandschäden beschädigt; Wiederaufbau 1948, Schließung spätestens 1966

Das Vorortkino in Nippes wurde am 12. Mai 1928 von Peter Wesseling unter dem Namen Monopol-Theater eröffnet. Im Herbst des Jahres 1928 meldete der Film-Kurier, dass sich das Kino "eines großen Zuspruchs" erfreut (5.10.1928).
Ab Ende der 1920er Jahre wurde es im Verbund als Kino für Jedermann 3 geführt, 1939 nach umfassender Renovierung in Filmburg umbenannt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es stark zerstört.
Ein erster Betreiber baute es 1948 wieder auf. 1953 gestaltete der Düsseldorfer Architekt Hanns Rüttgers, der bereits den Umbau 1939 durchgeführt hatte, den Saal völlig neu: mit einer Verkleidung aus Limbaholz, graugelber Acella-Folie, einer kassettierten Decke sowie einem prachtvollen Vorhang. Die Stühle waren, so die Erinnerung von damaligen Kinobesuchern, einfach und ungepolstert. Der Hinterausgang ging zur Florastraße.

Architektur

„Am Samstag, dem 14.10., wurde nach vollständiger Renovierung und Umgestaltung das frühere „Kino für Jedermann“ in Köln-Nippes, Neußer Straße, unter dem Namen ´Filmburg´ der Öffentlichkeit übergeben. Das ganze Theater erhielt eine vollständig neue Bestuhlung, neue Apparate mit Tonanlage. Eine feine, ruhig wirkende Farbabstimmung gibt dem Ganzen gemeinsam mit der guten Beleuchtung, der Wandbespannung usw. ein vornehmes Gepräge. Die Vorräume selbst sind vollständig überholt, hell gehalten. Eine Garderobe ist eingebaut, und die Kasse ist von der Straße zur Kassenhalle gelegt worden. Ein einfacher Schriftzug ohne jede schreiende Reklame betont in ruhiger Form den Eingang des Theaters. Was hier in 10 Tagen und Nächten mit rund 40 Arbeitern geschaffen worden ist, ist wirklich lobenswert. Der gesamte Entwurf und die Bauleitung lagen in den Händen des Düsseldorfer Theaterarchitekten Hanns Rüttgers. Das Objekt ist von Hans Werner Hammer, Düsseldorf, käuflich erworben.“ (Film-Kurier 25.10.1939)

Durch einen Bombenangriff am 12.2.1943 wurde das Gebäude stark beschädigt.

1953 erfolgte unter dem Inhaber Dr. Laniado eine Renovierung, ebenfalls unter der Leitung von Hanns Rüttgers: erwähnt wurden die Verkleidungen aus Limbaholz, die graugelbe Acella-Folie (zur damaligen Zeit ein neues feuersicheres Kunststoff-Material) und eine kassettierte Decke. (Der Neue Film 23/ 1953).
2016 ist dort ein Neubau mit Supermarkt.

Kinobetreiber

1928: Peter Wesseling, Kino-Leitung Josef Reimer, Köln (Film-Kurier 5.10.1928)
1930/31: Paul Jockel bis 1934 
ab 1937: Fa. Frajer & Co.
ab 1939: Georg Pfeil
1939: Werner Hammer, Düsseldorf; er hat das Haus 1939 gekauft. (Film-Kurier 25.10.1939)
ab 1949: Dr. Ludwig Laniado, dem auch die Lichtburg auf der Kalker Hauptstr. 122 gehörte.

Säle

1

Sitzplätze

536 (alternativ: 537), 1931: 500

Technik

Ende der 1920er-Jahre mit  Kino-Orgel
1939: neue Apparate mit Tonanlage


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