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Residenz-Theater

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Buchheimer Straße 26-28, 51063 Köln
Mülheim

Eröffnung: 00.08.1931
Schließung: 1944
  Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Das Residenz auf der Buchheimer Straße wurde 1931 als Tonfilm-Theater im umgebauten Tietzschen Warenhaus eröffnet. Es war als Vorort-Theater mit moderner Ton- und Vorführ-Technik und bequemer Bestuhlung sehr gut ausgestattet und bot bis zu seiner Zerstörung im Jahr 1944 Kinounterhaltung im Stadtteil Mülheim.

Architektur

„Das um 1903 von dem Architekten Sigmund Münchhausen erworbene Wohn- und Geschäftshaus, das nach Umbauten als Warenhaus der Gebr. Alsberg und dann später als Zweiggeschäft der Leonhard Tietz AG genutzt wurde, ließ die verwitwete Bertha Münchhausen, nachdem die Firma Tietz in das größere, von Georg Falck umgebaute Haus am Wiener Platz umgezogen war, zusammen mit Dr. A.B. Cotta aus Düsseldorf, dem Betreiber des Kinos, 1931 von Robert Stern zu einem Wohn-und Geschäftshaus mit Kino, Bierkeller und Café umbauen.“ Wolfram Hagspiel, Köln und seine jüdischen Architekten, Köln 2010, S. 392f

„Das Theater wurde in das alte Tietzsche Warenhaus hineingebaut. Der Umbau, unter Leitung der Fa. O. Nicolay, ist hervorragend geglückt. Das Theater hat breite, einladende Eingänge. Warme Farbtöne, bequeme Bestuhlung, gute Sicht von allen Plätzen machen den Aufenthalt angenehm. Die Akustik (Tonfilmapparatur lieferte ´Inoton´) ist ausgezeichnet. Für gute Projektion sorgen Ernemann-Maschinen, die ´Rhein-kipho´ lieferte.“ Der Kinematograph Nr. 191, 20. August 1931

„Anheimelnd gestaltet, praktische Bestuhlung, vorbildliche Wiedergabe, ließen gleich bei der heutigen Eröffnung dem neuen Unternehmen, dem Architekt Stern architektonische Gliederung gab, viele Freunde erstehen. Die diskrete Tönung der Wandflächen, die satte Bläue der samtenen Bestuhlung, umkleidet mit hellem Birkenholz, freundliche Worte des Empfangs und der Weihe, schufen gleich von vornherein eine festliche Stimmung, die durch die starken Aktzente reklamesicherer Neonbeleuchtung nach außen getragen wurde.“ Film-Kurier vom 15.8.1931

„1933 befanden sich in dem Haus zusätzlich eine Verkaufsstelle der Mülheimer Brotfabrik Josef Müller GmbH sowie Wohnungen und 1938 unter anderem die Lichtbühne des Vereins Kino-Theater und eine Verkaufsstelle der Mülheimer Brotfabrik Josef Müller GmbH sowie Wohnungen. Das Haus wurde im Krieg völlig zerstört.“ Wolfram Hagspiel, a.a.O., S. 393

Programm

„Vor vollem Hause, das Direktor Moritz durch eine Ansprache begrüßte, lief das Eröffnungsprogramm mit „Grock“ als Film des Abends. Den beifallfreudigen Besuchern zeigte ein talentierter Schnellmaler die Karikaturen Dr. Cottas und der Erbauer des neuen, schönen Lichtspielhauses.“ Der Kinematograph Nr. 191, 20. August 1931

Kinobetreiber

1931: Dr.Cotta. Er eröffnete mit dem Resi sein zehntes Lichtspieltheater in Köln.  Der Kinematograph Nr. 191, 20.8.1931
1940: Franz Leu

Säle

1

Sitzplätze

ca. 600

Technik

1931: Tonfilmapparatur Kinoton und Ernemann-Projektor (von Rhein-kipho geliefert)



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Residenz-Theater



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