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Broadway

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1919 als Alhambra-Theater eröffnet, als City am 8.4.1950 wiedereröffnet, ab 18.11.1982 Broadway

Ehrenstraße 11, 50672 Köln
Altstadt-Nord

Eröffnung: 18.11.1982
Schließung: 30.11.2001
 


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Der große Saal

Ikhlas Abbis


Mit der Eröffnung des Broadway-Kinos entsteht 1982 eines der ersten Arthouse-Kinos in Köln. Zu dieser Zeit existieren mit der Lupe 1 und Lupe 2 zwei Programmkinos des Göttinger Filmverleihers Kirchner mit Repertoire-Programm. Auch das Kino im Unicenter bespielt seit 1974 zwei kleine Säle mit Filmkunst.
 
Das Broadway etabliert sich als Kino für ein anspruchsvolles Programm mit europäischen Filmen und amerikanischen Independent-Produktionen. Als Vertreter des Verleihs Concorde hat der Betreiber Heinz Holzapfel eine gute Ausgangsposition, um neue Filme nach Köln zu holen.
Nach der Schließung des Kinos im Unicenter 1985 ist das Broadway zunächst das einzige Filmkunst-Kino in der Stadt. Im selben Jahr eröffnen die Betreiber mit dem OFF Broadway auf der Zülpicher Straße eine zweite Abspielstätte, 1987 folgt das Odeon in der Südstadt als dritte.

Die drei Kinos werden 1996 von der Kinowelt Medien AG übernommen. Im Jahr 2001 läuft der Pachtvertrag für das Broadway aus. Ein neuer Pachtvertrag mit erhöhter Miete sowie wirtschaftliche Schwierigkeiten der Betreibergesellschaft führen zur Schließung. Vorausgegangen waren heftige Proteste und Bemühungen verschiedener Seiten, u.a. dem Kulturamt und filminteressierten Bürgern der Stadt, das Kino zu halten. Nach der Schließung zieht ein Bekleidungsunternehmen in die Räumlichkeiten ein. Damit schließt eines der letzten Innenstadt-Kinos mit einem Arthouse-Programm.
Im Foyer des Kinos hing bis zum Schluss der Handabdruck von Claude Chabrol, den dieser bei der Eröffnung im November 1982 hinterlassen hat.

Architektur

Im Foyer des Broadway gab es von Anfang an eine Theke und Sitzmöbel. Zu dieser Zeit war Thekengastronomie in Kinos noch unüblich. Ein Kneipencafe lag direkt daneben.

Programm

Zur Eröffnung am 18.11.1982 kommt Claude Chabrol persönlich und stellt seinen neuesten Film „Die Fantome des Hutmachers“ vor. Während der ersten Wochen laufen „Yol“ von Y. Güney, „Die Millionen eines Gehetzten“ von Melville, „Gallipoli“ von Peter Weir.
1985 veranstaltet das Kölner Filmhaus eine Mauricio Kagel Filmreihe, u.a. im Broadway.
Im März 1986 laufen „Ginger und Fred“ von Fellinio, „Männer“ von Doris Dörrie, „Stammheim“ von R. Hauff.
1996 ist das Broadway Spielort des internationalen Frauenfilmfestivals „Feminale", 2000 findet hier das Festival „Jenseits von Europa“ statt.
Das Abschiedsprogramm vom 30.11.2001 zeigt u.a. „Die Fantome des Hutmachers“, „Die letzte Vorstellung“, Orlando“, „Smoke“, als Premiere „Thomas Pynchon“ von Donatello und Fosco Dubini.

Kinobetreiber

Betreiber ab 1982 sind Heinz Holzapfel, Peter Liese, Albrecht Winterberg.
Betreiber ab 1994: Michael Kölmel. Ab 1997 übernimmt die Kinowelt Medien AG das Kino. Das Grundstück war bereits ab den 50er-Jahren, zu Zeiten der City-Lichtspiele im Besitz der Familie Hürfeld.

Säle

3

Sitzplätze

Kino 1: 280 (248); Kino 2: 140 (131); Kino 3: 75 (61)


Kino auf dem Kinostadtplan anzeigen
Broadway



Kinostadtplan


  • Weitere Kinonamen
Alhambra


City



  • Fotos:

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Der große Saal


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Saal 2 mit Blick in den Gang zum Foyer


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Studio im Broadway