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Thalia-Theater

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Von 1912-1936 Humboldt-Lichtspiele, ab 1937 Thalia-Theater

Taunusstraße 2, 51105 Köln
Humboldt/Gremberg

Eröffnung: 1937
Schließung: 1943
  Ab 3.9.1937 Thalia-Theater; im letzten Reichs-Kinoadressbuch von 1942 genannt


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Thalia-Theater

Rheinisches Bildarchiv


Die 1936 geschlossenen Humboldt-Lichtspiele wurden 1937 nach Plänen von W. Koch umgebaut und am 3. September 1937 unter dem neuen Namen Thalia-Theater wieder eröffnet. Leiter des Kinos war wie zuvor Franz Josef Bettels, unter Mithilfe von W. Koch und Seiler.
Nach dem Zweiten Weltkrieg beantragte Franz Josef Bettels 1949 die Wiedereröffnung des Kinos. Da er die Meldefrist aufgrund der Evakuierung seiner Familie nicht einhalten konnte, lehnte das Hauptkulturamt der Stadt Köln seinen Antrag mit der Begründung einer bestehenden Überkapazität (Corso, Lichtburg und das Union-Theater waren bereits lizensiert) ohne Berücksichtigung weiterer Umstände ab.

Architektur

Neueröffnung nach Umbau 1937 nach den Plänen und Entwürfen von W. Koch, Solingen-Ohligs.
Die alten Eingangsräume des Humboldt-Theaters wurden zu einer „ansprechenden“ Vorhalle umgestaltet, „die für Reklamemöglichkeiten genutzt werden kann. Eine farblich gedämpfte Tuchbespannung mit geschmacklich schönen Leuchtkörpern und eine saubere Bestuhlung geben dem Raum eine würdige Verfassung. Desgleichen wurde der Vorführraum geändert und den modernen Ansprüchen angepasst. Die architektonische Gestaltung wurde nach eigenen Ideen des Herrn Koch durchgeführt und begeisterte die Festgäste immer wieder, sodass man dem Theater zweifellos eine gute Zukunft versprechen kann.“ (Rheinisch Westfälische Filmzeitung Nr. 36, 4.9.1937)
„Durch Senkung der Decke im Vorraum und durch die Neuaufteilung des Einganges erhielt der Bau ein neues Aussehen. Der Zuschauerraum ist gründlich umgestaltet worden, eine Tuchbespannung mit effektvollen Leuchten, eine neue Bestuhlung usw. haben sein Gesicht verändert.“ (Film-Kurier 25.9.1937)
Am 15.11.1939 meldete der Film-Kurier: „Im Thalia-Theater Köln-Kalk wurden in den vergangenen Wochen eine Reihe von Verbesserungen vorgenommen (...). So erhielt die Bühne ein neues Farbspiel, ein neuer Holzfußboden wurde verlegt, und im Foyer kam eineneue Farbgebung zur Anwendung. Neue Notausgänge geben die Gewähr, daß das Publikum schnell und ungehindert die Straße betreten kann.“

Programm

Zur Eröffnung des Thalia-Theaters lief der österreichische Film „Seine Tochter ist der Peter“ von Heinz Helbig (mit Paul Hörbiger und Olga Tschechowa).
Die Rheinisch-Westfälische Filmzeitung schrieb zum Eröffnungsabend: „Der Eröffnungsabend schloss mit einem kameradschaftlichen Zusammensein aller an diesem Werk Beteiligten ab, der deshalb wahrscheinlich so schön gelang, weil er eben in Köln stattfand. Denn es stellte sich heraus, dass unter den Anwesenden plötzlich naturbegabte Komiker erstanden, wie zum Beispiel der lustige Till und die famosen Kunstpfeifen Schmitz und Kerz. Dazu gesellte sich noch ein köstlicher Vertreter aus Sachsen und auch die Betriebsführung des Hauses wurde aktiv. Edmund Lambertz, der auch hier die Theaterweihe vornahm, wurde von den Kölnern besonders gefeiert, die ihm überdies den Ehrentitel „Kulturstätten-Weihbischof" verliehen haben.“ (RWFZ Nr. 36, 4.9.1937).


Kinobetreiber

1912: In einem Schreiben vom 27.9.1948 an das Kulturamt der Stadt Köln teilt Josef Bettels mit, dass sein Vater 1912 das Lichtspieltheater eröffnet hat (Acc 174/254 000341541_270.pdf)
Leiter: Franz Josef Bettels
Unterstützt von: Herr W. Koch und Herr Seiler
1940 Thalia-Theater, Köln-Kalk, Taunusstraße 2, F: 14 912, Gr: 1912, V, S 396/tgl I; Paul Gerhard Strunk, Köln-Lindenthal, Dürener Straße 272 F: 41 079

Säle

1

Sitzplätze

500 (Reichs-Kino-Adressbuch 1918)
400 (Reichs-Kino-Adressbuch 1920)
381 (Reichs-Kino-Adressbuch 1928)
398 (Reichs-Kino-Adressbuch 1938)
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