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Urania Lichtspiele

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ab 1912 Monopol-Lichtspiele, ab 1928 Urania Lichtspiele, nach 1945 Urania

Venloer Straße 265, 50823 Köln
Ehrenfeld

Eröffnung: 1928
Schließung: 1983
  Im Jahre 1944 wurde das Urania-Theater durch Bomben zerstört, 1945 wieder aufgebaut.

Das Urania in der Venloer Straße zählte zu den traditionsreichen und alteingesessenen Lichtspielhäusern in Ehrenfeld. 1912 wurde es unter dem Namen Monopol von Smigerski gegründet und war neben Willy Böhmes Helios und Albert Brodmeyers Union Lichtspiele eines der drei bekanntesten Kinos der frühen 10er-Jahre in Ehrenfeld.  

1928 übernahm Artur Brodmeyer, Sohn von Albert Brodmeyer (Union-Lichtspiele) die Leitung des Urania. Nach vollständigen Neubau stattete er das Kino mit "allen Errungenschaften der modernen Kino-Technik aus" (Film-Kurier 11.8.1928). 1930 rüstete er auf die neue Technik des Tonfilms um. 

1944 wurde das Kinogebäude bei einem Bombenangriff zerstört. Es gehörte nach 1945 zu den ersten Kinos, die ihren Spielbetrieb im notdürftig reparierten Gebäude wieder aufnahmen. Nach dem Wiederaufbau verfügte der Saal über 200 Plätze und wurde auch weiterhin von dem Ehepaar Brodmeyer geleitet.

In den 1950er-Jahren liefen erfolgreich deutsche und amerikanische Produktionen. Noch in den 70er-Jahren machte das Kino seine Geschäfte mit dem Nachspielen von Kassenschlagern aus der Innenstadt und beschäftigte noch immer Platzanweiserinnen. Mit der Verbreitung des Fernsehens verlor dieses Konzept jedoch immer mehr an Attraktivität.  Das kleine Kino war nicht mehr konkurrenzfähig und 1983 zog sich die Besitzerin Hildegard Brodmeyer aus dem Geschäft zurück. Versuche, das Kino fort zu führen, scheiterten. 
1985 wurde das Urania zum Theater umgebaut.

Programm

29.10.1949 „Arzt und Dämon“ mit Spencer Tracy und Ingrid Bergman
18.5.1950 „Der Schatz der Sierra Madre“
13.11.1953 „Der träumende Mund“ mit Maria Schell, O.W.Fischer
22.5.1959 „Das Dreimädelhaus“ mit Karlheinz Böhm
21.12.1962 „Cafe Oriental“ mit Trude Herr, Bill Ramsey
3.4.1969 „Oswald Kolle: Das Wunder der Liebe“
22.11.1974 „Spiel mir das Lied vom Tod“
13.9.1978 „Steve McQueen ist Bullitt“

Kinobetreiber

Konrad Smigerski betrieb von 1912 bis 1928  das Haus Venloerstraße 265 unter dem Namen Monopol-Lichtspiele (Reichskinoadressbuch). 1928 führte Artur Brodmeyer das Kino unter dem Namen Urania-Lichtspiele fort. Sie wurden 1944 bei einem Bombenangriff zerstört.
Ab 1929: Hildegard und Artur Brodmeyer, die auch nach dem Krieg 1949 noch als Betreiber geführt werden.

Säle

1

Sitzplätze

200
vor dem Wiederaufbau 250


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Urania Lichtspiele



Kinostadtplan