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Roxy

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Chlodwigplatz 20-22, 50678 Köln
Altstadt-Süd, Severinsviertel

Eröffnung: 27.09.1953
  1973 bei Grevens erwähnt

Walter Ebers eröffnete am 27. September 1953 am belebten Chlodwigplatz sein zweites Kino in Köln, das „Roxy“. Der Eröffnungsfilm „Vom Winde verweht“ blieb rund 9 Monate im Programm.
Ebers, der 1958 Prinz Walter I. im Kölner Karneval war, nutzte das Karnevals-Motto „Mer jöcke öm de Welt“ auch für sein Filmtheater und startete Michael Todd‘s „In 80 Tagen um die Welt“ während der närrischen Zeit. Kommentar der Fachpresse: „Er schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe, was bereits durch Fernsehen, Rundfunk und Tagespresse eine glänzende Resonanz gefunden hat.“ (Der neue Film 17.2.1958).
Das Haus bot 1953 einen theatereigenen Parkplatz im Kartäuserwall.

Architektur

Das Kino wurde von den Architekten J. und J. Holz, Köln „nach den modernsten Gesichtspunkten“ erbaut (Der neue Film 51/1953). Es war mit 450 Plätzen als „Parterre-Kino“ mit Bühnenraum angelegt. Die Kassenhalle: tiefgrün marmoriert. Der Zuschauerraum hatte eine braune, rautenförmige Wandbespannung und wurde indirekt beleuchtet. Ein in bunten Farben schillernder Springbrunnen unterhielt das Publikum in den Pausen. (Der Neue Film 7/1953).

 

Programm

Eröffnungsfilm ist „Vom Winde verweht". Es fanden täglich Filmvorführungen statt, ab 1956 auch Spätvorstellungen.

Kinobetreiber

Walter Ebers, von 1953 bis 1959, er betreibt auch das Metropol-Kino in der Annostraße. 
Am 27.9.1959 verpachtet er das Roxy und Metropol an die Colonia-Theater Betriebs-KG. Krüger & Co., die auch das Gloria-Theater in Köln besitzt.
Zwischenzeitlich: Betreiber Bodo Gaus (Bielefeld)
Ab 1.5.1970 übernimmt Heinz Hoffmann kurzzeitig das Kino. Ihm gehören noch Filmpalette, Royal, Schauburg, Savoy.

Säle

1

Sitzplätze

1955: 460
1957: 404

Technik

5,60 X 3,50 m große metallisierte Leinwand (Hamann KG.), Panorama-Breitwand, CinemaScope
2 Bauer-B-12-Maschinen, Seiffert-Verstärker und Jovy-Gleichrichter
1955 bietet das Roxy als eines der ersten Kinos in Westdeutschland eine Stereoübertragung vom Lichttonfilm, mit eigens dafür eingebautem Stereofox-Integrator.
1956: Bauer B 12, Str: D.-W. 220/380 Volt, Bild- u. Tonsyst: Panorama-Breitwand, CinemaScope, Lichtton, 4-Kanal-Magnetton, Bildw.- Abm: 9,1x4,5, Bühne: 10,35x4,3x2,6
1957: Best: Bähre, Hochpolster, Rückenpolster, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Seiffert, Lautspr: Isophon, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 1 KM, Perspecta, Gr.-Verh: 1:2,35, 1:2,55
1959: Best: Bähre, Hoch- u. Rückenpolster, tön. Dia, App: Bauer B 12, Verst: Seiffert, Lautspr: Isophon, Bild- u. Tonsyst: CS 1 KL, 1 KM, 4 KM u. Perspecta, Gr.-Verh: 1:2, 35, 1:2, 55










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