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Kosmos-Theater

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auch Kosmos-Lichtspielhaus bzw. Kosmos Lichtspiele

Hohe Straße 9a, 50667 Köln
Altstadt-Nord, Innenstadt

Eröffnung: 24.12.1906
Schließung: 00.05.1940
  Umbau 1926

Am 23.12.1906 kündigte eine Anzeige im Stadt-Anzeiger für den nächsten Tag die Eröffnung des Kosmos Kine-Theaters an. Der Eintritt kostete 90 Pfennig (1. Platz) und 30 Pfennig (3. Platz).
Das Kino befand sich im Haus Hohe Straße Nr. 9a, das der Firma Stollwerck gehörte. Durch den Einbezug des Nachbarhauses im Jahre 1926 konnte aus dem 180 Platz-Kino ein bis zu 1300 Besucher fassendes Rangtheater entstehen. Das Kosmos-Theater gehörte zu den luxuriösen Kinos in Köln und besaß die größte Leinwand seinerzeit in Köln. Es war bis Mai 1940 in Betrieb. 


Architektur

Das Kino befand sich im Haus Hohe Straße Nr. 9a, das die Firma Stollwerck 1864 erbauen ließ. Im November 1926 wurde das Kino erweitert und nach einer Renovierung wieder eröffnet. Durch den Einbezug des Nachbarhauses konnte aus dem 180 Platz-Kino ein 1350 bis 1400 Personen fassendes  Rangtheater entstehen.


Programm

1906: Eröffnungs-Programm:
Eine Wettfahrt in den Lüften.
Das ominöse Geschenk.
Die Aufdeckung der Zustände in den Fleischhallen Chikagos.
Weihnachten in Palast und Hütte.
Vom ewigen Eis zum Aequator.
Auf der Pullmann Car durch Kanada.
Verfolgt bis zum Tode usw.
Anzeige in:Stadt-Anzeiger vom 23.12.1906

1909: Einzug des Königs. Eduard von England in Berlin
Anzeige in: "Der Kinematograph Nr. 112, 1909

1909: Passionsspiel von Lubin (Philadelphia)
Anzeige in: "Der Kinematograph Nr. 114, 1909


Kinobetreiber

Rolf Randenrath (die Schreibweise ist auch "Randerath) wurde als alleiniger Inhaber im Jahre 1906 genannt. Er inserierte 1909 mehrmals in der Fachzeitung "Der Kinematograph" Filme aus seinem Kino Kosmos. (Der Kinematograph Nr. 106, 112, 114, 1909)
Ab 1912 stand das Kino unter der Kontrolle der "Deutsche Kinematographen-Gesellschaft", gegründet von den Kölner Geschäftsleuten Heinrich Schwartz und Christian Mülleneisen.
Im November 1926 verkündete der Stadt-Anzeiger, dass der Häuserblick Hohe Straße 9/9A "in den Besitz der neugegründeten "Hohe Straße 9/9A Verwaltungsgesellschaft" gelangt, die auf den Grundstücken inzwischen ein neues Lichtpielhaus hat errichten lassen, das demnächst seine Pforten öffnen wird. Unter dem Namen des Geschäftsführers der genannten Gesellschaft, Jean Bringemeier, wurde das bisher von diesem betriebene Kosmos-Lichtspielhaus in größerem Umfang neu eröffnet. Das 1350 bis 1400 Personen fassende Theater war als Rangtheater gebaut. Die Geschäftsführung plante das Lichtspielhaus als ´großzügiges Volkskino´ weiterzuführen. (StA vom 21.11.1926).
Am 1.1.1927 schrieb der Film-Kurier: "Im Dezember (1926) wurde eines der ältesten Kinos Kölns, die Kosmos-Lichtspiele, nach vollendetem Umbau in aller Stille der Öffentlichkeit wieder übergeben. Der Besitzer hat durch Einbeziehung des Nachbarhauses aus dem alten, etwa 180 Platz großen Kasten, ein schmuckes Theater von ca. 1200 Plätzen geschaffen!"
Ab dem 18.9.1936 übernahm Ottilie Bringmeier die Kosmos-Lichtspiele (RWFZ Nr. 49, 28.11.1936 - Beilage)


Sitzplätze

900  (laut Kölnische Zeitung vom 15.4.1928)
1350-1400 (lt. Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.11.1926)
1280 (Reichs-Kino-Adressbuch 1929 und 1931)


Technik

Bis in die 1920er Jahre gehörte das Kino zu den best ausgestattesten und luxuriösesten Kinos in Köln. Es besaß die größte Bilder- und Projektionswand Kölns zu der Zeit.



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Kosmos-Theater



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