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Tonbild-Theater

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Hohe Straße 78, 50667 Köln
Altstadt-Nord

Eröffnung: 00.00.1907
 

„Der Kinematograph“ lobt in seiner Ausgabe vom 5. Mai 1909 das Tonbild-Theater: „Ein nicht zu grosses, aber gemütlich eingerichtetes Etablissement. Wie der Titel verrät, werden auch hier neben lebenden, singende und sprechende Bilder vorgeführt. Bei meiner Anwesenheit gelangte das Couplet „Ich bin so nervös“ zur Vorführung. Die Wiedergabe war eine ganz vorzügliche. Bild und Musik klappten gut, auch die Deutlichkeit der Textwiedergabe liess nichts zu wünschen übrig. Alle Sujets des Programms waren gut und fanden ungeteilten Beifall. Doch das in hohem Grade sich auch hier bemerkbar machende Auf- und Niederbewegen der Bilder wirkt zum grossen Nachteil der Vorführung. Auch diese Projektionsfläche ist bühnenähnlich eingefasst und mit einer Rampe, hinter welcher sich die Instrumente, Klavier und Harmonium befinden, und somit unsichtbar sind, versehen. Doch wirkt diese Art Bühnenbau gleich der im Pariser Kinema unschön und zwerghaft. Die Musik durch Klavier und Harmonium zu gleicher Zeit von einem Spieler hervorgebracht ist eine besondere Geschmacksrichtung, und will ich später einmal bei näherer Beleuchtung der Musik in Kinematographentheatern darauf zurückkommen.“

Kinobetreiber

1907 betrieben die Kaufleute Friedrich Büttgen und Leo Mandl eine „Sprechmaschinen-Handlung“ auf der Hohe Straße 78. Im gleichen Jahr gründeten sie das Tonbild-Theater mit einem Kapitalaufwand von 20000 Reichsmark.

Inhaber: Max Lang (1909).


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