Köln im Film
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Projektchronik


„Sortie de la cathédrale“, aufgenommen von C. Moisson am 3.5.1896

Association Frères Lumière

Köln ist in der mehr als hundertjährigen Geschichte des Films Schauplatz und Drehort für eine Vielzahl von Spiel- und Dokumentarfilmen gewesen. Heute ist die Stadt mehr denn je auf den Leinwänden und Bildschirmen der Republik vertreten.

Die Idee, der Filmgeschichte Kölns nachzuspüren, entstand Mitte der neunziger Jahre im Rahmen der Arbeit von FilmInitiativ Köln. Bei der Vorbereitung von Filmreihen zu Themen wie z. B. „Ruhestörung – Mai `68 bis Herbst `77“ suchten wir auch nach Filmen aus Köln.


„Was lebst du?“ von Bettina Braun (2005)

RealFiction Filmverleih

Seitdem ist aus der ersten Idee, Kölner Filme zu historischen und aktuellen Themen zu präsentieren, ein umfangreiches Forschungsprojekt geworden, das ab dem Jahre 2014 von dem eigens gegründeten Verein Köln im Film e.V. fortgeführt wird.

Mittlerweile sind über 6.000 Filmbeiträge aus und über Köln gefunden und in einer Datenbank erfasst: von historischen Stummfilmen über Fernseh- dokumentationen bis hin zu experimentellen Arbeiten und Spielfilmen fürs Kino.


„Kölner Bewegungen“ von Bernhard Marsch (1986)

Bernhard Marsch

Viele dieser Filme – und vor allem historische Filmaufnahmen der Stadt – sind allerdings kaum öffentlich zu sehen. Entweder liegen sie in einem der zahlreichen Filmarchive oder erscheinen als Fernsehfilme nur selten auf dem Bildschirm.

Die kontinuierliche Fortführung von koeln-im-film.de zu einem „virtuellen Film- und Kinoarchiv“ bietet die Möglichkeit, umfassende Informationen zu Filmen und Filmschaffenden in Köln zu erhalten und einen Zugang zu möglichst vielen Köln-Filmen.

Seit 2001 werden ausgewählte Kölnfilme in verschiedenen Programmkinos und an anderen Abspielorten der Stadt präsentiert, unter anderem im OFF Broadway, im Odeon Lichtspieltheater, im Filmforum im Museum Ludwig, im Kölner Filmhaus, im Kölnischen Stadtmuseum und im Museum für Angewandte Kunst. Die Filmreihen spannen einen Bogen von den ersten Köln-Filmen der Brüder Lumiére im Jahre 1896, über Dokumentationen zu jüdischer Kindheit in Köln vor dem Zweiten Weltkrieg, alternative Videomagazine der frühen 1980er-Jahre bis hin zu aktuellen Filmproduktionen.


Das Buch zur Kölner Filmgeschichte

FilmInitiativ Köln

Die Geschichte des Drehortes Köln – von den ersten kinematographischen Anfängen im Jahre 1896 bis zur jüngsten Vergangenheit – ist in dem Buch „Köln im Film – Filmgeschichte(n) einer Stadt“ dargestellt, das im September 2004 im Emons Verlag erschienen ist.

Um Impulse für die Entwicklung neuer Filmgeschichten zu geben, wurde im April 2005 mit Unterstützung der Imhoff Stiftung erstmalig der mit 15.000 Euro dotierte Drehbuchpreis „KölnFilm“ verliehen.


„Freitagnacht“ – Gruppenarbeit von Studenten der KHM (2002)

Kunsthochschule für Medien Köln

Seit dem Jahre 2011 ist die Erforschung der Kölner Kinogeschichte als weiterer Schwerpunkt im Rahmen von Köln im Film hinzugekommen. Auf dieser Website wird – als work in progress – ein A bis Z der Kölner Kinos entwickelt, mit Texten, Fotos und weiteren Materialien, von dem ersten „festen“ Kino im Jahre 1906 bis heute.

Köln im Film und das Afrikanische Filmfestival Jenseits von Europa wurden bis Ende 2013 in der Trägerschaft von FilmInitiativ Köln e.V. geführt. Beide Projekte haben im Laufe der Jahre eigene Profile und spezifische Anforderungen entwickelt. Eine Konsequenz daraus ist die Gründung des eigenständigen Vereins Köln im Film e.V. im Jahre 2013. Sie bietet die Chance, das Projekt zu stärken – mit neuen Ideen, finanzkräftigen Unterstützern und zahlreichen Mitgliedern.

Die Präsentation von Filmen, Filmschaffenden und Kinos auf www.koeln-im-film.de erfolgt auch weiterhin durch bzw. in Kooperation mit FilmInitiativ Köln e.V.

Köln im Film hat keine festangestellten Mitarbeiter, alle Veranstaltungen und Forschungsarbeiten werden auf Projektbasis durchgeführt. Umso willkommener ist die finanzielle Unterstützung in Form von Spenden, Fördermitgliedschaften und öffentlichen Zuschüssen, aber auch die Hilfe von allen, die über historische Dokumente, Zeitschriften, Literatur, Fotos, Hinweise auf verschollen geglaubte Filmrollen und persönliche Erinnerungen zur Geschichte des Drehortes Köln verfügen.