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Weisshaus Kino

ab 1958 Studio am Weißhaus

Luxemburger Straße 253, 50939 Köln
Sülz
www.weisshaus-kino.de/

Eröffnung: 19.11.1953
  Zwischenzeitlich 1969/1970 geschlossen.



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Kino 1

Manfred Wegener


„Das Weisshaus ist ein Viertels-Kino. Hier haben die Besucher eine emotionale Bindung, durchaus traditionell, sie kennen das Kino schon seit Jahren: ein Kino, das mit den beiden Stadtteilen Sülz und Klettenberg assoziiert wird.
Und dass so ein Kino im Viertel eine ganz wichtige Ausstrahlung hat, sieht man da, wo noch Kinos existieren: Cinenova, Weisshaus, Odeon, auch das OFF Broadway. Die sind Garanten dafür, dass Kultur im Stadtteil bleibt oder sich darum herum etwas entwickelt“, meint Christian Schmalz, der Betreiber des Kinos seit 2010.

Das Kino auf der Luxemburger Straße zeigt ein Programm, das von Filmkunst bis zu gehobenem Mainstream reicht: der neue James Bond ist ebenso dabei wie eine portugiesische Komödie oder der aktuelle Film von Caroline Link. Es gibt regelmäßige Preview-Veranstaltungen und seit 2011 bietet das Weisshaus-Kino wieder regelmäßig Kinderkino an.

In der 1970er Jahren liefen hier vorwiegend Mainstream- und Familienfilme. Das Programm sprach damit das Publikum an, das aus der umliegenden Gegend kam. Die Eröffnung des Kinos im Unicenter 1972 bedeutete keine Konkurrenz, so der ehemalige Leiter Manfred Kremer. Schwieriger wurden die Zeiten mit dem Aufkommen von Videorekordern und der Möglichkeit, sich auch neue Filme zuhause anzuschauen. Auch das Multiplex-Kino UCI in Hürth entwickelte sich nicht wirklich zu einer Gefahr. Dazu war über die Jahre ein zu großes Stammpublikum gewachsen.
Das Progamm mit Filmen von Woody Allen u.a. tat das Übrige, aktuelle Filme, die in der Innenstadt liefen, wurden auch hier im Stadtteil gezeigt.

Architektur

Das heutige Weisshaus-Kino wurde 1958 von Theodor Kelter als Studio am Weißhaus erbaut und schloss sich direkt an das 1953 erbaute Theater am Weißhaus an.
1979 lässt der damalige Betreiber Manfred Kremer neben dem großen Saal, durch Umbau der ehemaligen Garderobe einen zweiten kleinen Saal (72 Plätze), das heutige Kino 2, einrichten.

Programm

1979 wurde der kleine Saal im ersten Stock mit „Manhatten“ von Woody Allen eröffnet.
28.5.1982 „Banana Joe“ mit Bud Spencer , „Höhenkoller“ von Mel Brooks.
20.3.1986 „Tee im Harem des Archimedes“, „A chorus line“.
8.5.1986 „Einer flog über das Kuckunest“ mit Jack Nicholson, „Ein Mann sieht rot“ mit Charles Bronson.
1987 spielt das Allerweltskino dort erstmals sein Programm.
29.8.1995 „Funny Bones“ und „Ed Wood“

Heute laufen hier regelmäßig aktuelle Produktionen aus aller Welt. Das Programm reicht von Mainstream-Produktionen bis zu Low-Budget-Filmen, von der deutschen Produktion bis zum indischen oder französischen Film. Previews und Kinderfilme ergänzen das Angebot.

Kinobetreiber

Seit 2010 betreibt Christian Schmalz das Weisshaus Kino, als zweites neben dem OFF Broadway. Kinoleiterin ist Anna Kugel.
1976 – 2010 leitete Manfred Kremer, der Ende der 50er-Jahre im Theater am Weißhaus als Vorführer gearbeitet hatte, das Weisshaus Kino.

Säle

2

Sitzplätze

Kino 1: 266, Kino 2: 72
Studio am Weißhaus ab 1958: 318

Technik

Weisshaus 1:
Leinwand: 4,2 Meter Höhe und 40,0 Quadratmetern Projektionsfläche
Digitale Projektion: Sony SRX-R320, 4K Bildauflösung, High Frame Rate, Kontrast >2.000:1 und 7.1 Ton
Analoge Projektion: Philips FP7, Tonformat Dolby Digital, Projektionsformate für 35mm Film mit den Bezeichnungen und Seitenverhältnissen Breitwand 1:1,66 und Cinemascope 1:2,35
Alternative Projektion: Alle Zuspieler mit HDMI-Ausgang sind möglich

Weisshaus 2:
Leinwand: 1,7 Meter Höhe und 6,8 Quadratmeter Projektionsfläche
Digitale Projektion: Sony SRX-R515, 4K Bildauflösung, High Frame Rate, Kontrast >5.000:1 und 5.1 Ton
Alternative Projektion: Alle Zuspieler mit HDMI-Ausgang sind möglich

1962: 70mm


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